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Coutinho, João Pereira


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Correio da Manhã - Portugal | 17.07.2011

Portugal fährt Striptease-Sparkurs

Portugals Umwelt- und Landwirtschaftsministerin Assunção Cristas hat ihren Mitarbeitern erlaubt, während der Sommerhitze ohne Krawatte zu arbeiten. João Pereira Coutinho findet das in der Boulevardzeitung Correio da Manhã ungewöhnlich: "Um beim Betrieb der Klimaanlage zu sparen, dürfen ihre Mitarbeiter ohne Krawatte arbeiten. Ich gestehe, ich wusste nichts von dieser Verpflichtung und auch nicht, dass es nur auf Ministeranordnung möglich ist, die Krawatte abzunehmen. Aber ich begrüße die symbolische Dimension der Geste: Solange die Regierung bei der Kleidung ihrer Mitarbeiter kürzt, kürzt sie nicht bei den Ausgaben. Die mehr als symbolische Maßnahme könnte sogar ein Anreiz für Staatsbedienstete sein, schnell unnütze Ausgaben in ihren jeweiligen Abteilungen auszumachen, um dadurch den Verlust eines neuen Kleidungsstücks bis Dezember zu verhindern. Die Regeln dieses 'Striptease-Sparkurses' wären sehr einfach: Wer es bis Jahresende bekleidet schafft, wird befördert. Wer das Jahr in Unterhose beendet, würde direkt zu den 8.000 [von der Regierung angekündigten] zu kürzenden Beamten gehören."

Correio da Manhã - Portugal | 12.03.2010

Premier Sócrates verdient einen Oscar

Portugals Premierminister José Sócrates sieht sich dem Vorwurf ausgesetzt, bei der Vorstellung des neuen Stabilitäts- und Wachstumsprogramms gelogen zu haben. Filmreif findet das João Pereira Coutinho in der Tageszeitung Correio da Manhã und wünscht sich einen Oscar für den besten Hauptdarsteller Sócrates: "Der Film des Regisseurs Teixeira dos Santos [Finanzminister] ist eine heroische Saga über eine Regierung, die in lediglich fünf Monaten ihr Wahlprogramm ... zerreißt, und gleichzeitig den Portugiesen garantiert, dass die Steuern nicht erhöht werden. Dieses letzte Wunder wird im Kino immer mit gigantischen visuellen Effekten erreicht. In Portugal war nur ein spezieller Schauspieler nötig: Jemand, der sich vor die Kameras stellt und bestätigt, dass nur die Reichen mehr zahlen werden (obwohl diese nur ein Prozent der Bevölkerung darstellen), und dass im Zuge dieser ganzen Steuerbegünstigungen der Mittelschicht nicht der letzte Cent aus der Tasche gezogen wird. Sócrates Kollegin Inês de Medeiros [Schauspielerin] hat Recht: Es ist nicht schlimm wenn Sócrates lügt. Schlimm ist es, füge ich hinzu, dem Talent eines Mannes, der diese Kunst zu einer nie gesehenen Stufe erhoben hat, nicht zu applaudieren."

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