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Crosetti, Maurizio


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 06.09.2012

Paralympics: Goldmedaillen besiegen Heuchelei

Der frühere italienische Formel-1-Fahrer Alessandro Zanardi hat bei den Paralympics in London die Goldmedaille im Handbike-Zeitfahren gewonnen. 2001 hatte Zanardi bei einem Unfall beide Beine verloren. Sein Sieg am Mittwoch ist für die linksliberale Tageszeitung La Repubblica ein weiterer Beweis, dass sich die Behinderten eine gesellschaftliche Revanche holen: "Mit jeder Goldmedaille erringen die 4.200 Athleten der Paralympischen Spiele einen weiteren Sieg gegen die Heuchelei. ... Möglich ist ihnen das, weil sie sich bewusst einer Herausforderung stellen, weil sie den Mut haben, in den Ring zu treten und sich dem Leid auszusetzen. Und weil sie den Mut haben, sich den Regeln des Marktes zu stellen: Wenn Fernsehen und Sponsoren auf dich aufmerksam werden, bist du ein klein wenig weniger anders. Dass sie so schließlich Geld einbringen und nicht mehr wie arme Schweine behandelt werden, ist die zweite Revanche der Behinderten. Und die dritte Revanche: Zweieinhalb Millionen verkaufte Tickets, ein Londoner Publikum, das die Wettkämpfe genau so begeistert verfolgt wie zuvor die mit [Sprinter] Bolt oder [Schwimmer] Phelps."

La Repubblica - Italien | 11.06.2012

Italien darf sich mit seinem Fußball versöhnen

Beim EM-Spiel Italiens gegen Spanien war am Sonntag der italienische Staatspräsident Giorgio Napolitano Ehrengast im Stadion von Gdańsk. Nach dem 1:1 sprach Napolitano Kapitän Gianluigi Buffon seine Glückwünsche aus. Angesichts des Wettskandals, der den italienischen Fußball erschüttert hat, ist die Geste des Staatsoberhaupts bedeutsamer als das Ergebnis des Spiels, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Kommandant Napolitano umarmt Kapitän Buffon, den ebenso charismatischen wie umstrittenen Keeper der Nationalmannschaft. Er drückt ihn fest, er lobt ihn. Es ist, als ob Italien mit sich selbst Frieden schließe. … Die Szene ist der symbolisch bedeutsamste Moment nach dem Match Spanien - Italien, der das Land wieder mit seiner Nationalmannschaft und seinem von Wettskandalen und Ermittlungsverfahren erschütterten Fußball versöhnen sollte. Von den Polizisten im Trainingslager der Nationalelf zum Präsidenten im Fußballstadion von Gdańsk - das ist alles andere als ein kleiner Schritt. Es ist ein gewaltiger Schritt nach vorn, den die Azzurri gehen können, weil ihnen ihr berühmtester Fan hilft."

La Repubblica - Italien | 29.05.2012

Italiens Fußball völlig verrottet

Kurz vor dem Start der Fußball-Europameisterschaft hat die italienische Polizei am frühen Montagmorgen in einer landesweiten Razzia 19 Personen wegen des Verdachts auf Wettmanipulation verhaftet, darunter 13 Profi-Fußballer. Zu den Verdächtigen gehört auch ein Nationalspieler, der sofort aus dem EM-Kader geworfen wurde. Der italienische Fußball hat jegliche Glaubwürdigkeit verloren und bedarf einer Läuterung, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Der Fußball ist durch und durch verrottet, auch auf nationaler Ebene. Die Polizei im Trainingslager der Nationalmannschaft bedeutet das Ende der Glaubwürdigkeit unseres Fußballs. … Da helfen auch keine Eilverfahren oder ein großzügiges 'Schwamm drüber'. Die Ermittlungsrichter müssen sich alle Zeit nehmen, um der Sache auf den Grund zu gehen. In der Zwischenzeit sollten unsere Institutionen im Sport jedoch ihre Pflicht erkennen, eine Veränderung herbeizuführen. Wir brauchen Ideen und neue Gesichter, um den Fußball wieder auf den rechten Weg zu bringen."

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