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Dams, Jan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 22.12.2011

Schuldenstaaten bekommen mehr Zeit

Die EZB stützt mit ihrer Geldspritze indirekt die europäischen Schuldenstaaten, die somit mehr Zeit zur Lösung der Krise bekommen, meint die konservative Tageszeitung Die Welt: "Bereits in den vergangenen Tagen ließ sich beobachten, wohin ein Teil der Mittel fließt - zum Beispiel in Staatsanleihen von Spanien. Die Zinsen für diese Papiere sanken deshalb vorübergehend stark. Damit hilft die EZB eben nicht nur den Banken, sondern indirekt auch ganz bewusst Not leidenden Staaten der Euro-Zone, die so leichter an frisches Geld kommen. Wer allerdings kalkuliert, dass dieses Fluten der Märkte durch die Zentralbanker eine wirkliche Lösung für Europas Krise sein könnte, der verkennt noch immer die gewaltige Dimension der Probleme. … Denn Europa als Ganzes befindet sich nicht in einem stabilen Gleichgewicht. In Ländern wie Griechenland und Portugal sind die Löhne viel zu hoch für die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit ihrer Wirtschaft. ... Die EZB hat ihnen noch einmal Zeit erkauft, die sie endlich zur Klärung dieser Fragen nutzen sollten."

Die Welt - Deutschland | 09.05.2011

Schuldenländer kosten Europa Milliarden

Die Schuldenkrise Griechenlands und Portugals wird Europas Steuerzahler nach Ansicht der konservativen Tageszeitung Die Welt viel Geld Kosten und kann dazu führen, dass das Euro-System zusammenbricht: "Nicht überraschend also, dass kein verantwortungsvoller Politiker so etwas riskieren will. Allerdings muss das nicht dauerhaft so bleiben. Wenn Griechen und Portugiesen ihre Probleme nicht mit EU-Hilfe in den Griff bekommen, gibt es nur wenige Alternativen: Entweder die Europäer im Norden finanzieren mit ihren Steuermilliarden aus Angst um den eigenen Wohlstand die armen Länder im Süden. Oder: Bewegungen wie die 'Wahren Finnen' führen dazu, dass die EU den Geldhahn schließt und diese Staaten aus der EU raus müssen. Beides sind Alternativen, die Europas Steuerzahler Milliarden kosten werden. Europas Politik wird Geduld und Weisheit brauchen, um diese Krise durchzustehen."

Die Welt - Deutschland | 03.05.2011

Griechischer Zahlungsaufschub unmoralisch

Griechenlands Finanzminister Giorgos Papakonstantinous hat am Montag längere Rückzahlungsfristen und niedrigere Zinsen für die Kredite Griechenlands bei EU und IWF gefordert. Die konservative Tageszeitung Die Welt befürchtet, dass das Land sich aus der Verantwortung stiehlt: "Wenn die EU den Griechen die Rückzahlung der Kredite stundet, bevorzugt sie die privaten Gläubiger des Landes. Mit dem Geld der Steuerzahler werden die Investoren ausgezahlt, die an den Darlehen gut verdient haben. Spätestens 2013 halten Europas Steuerzahler dann mehr als die Hälfte aller griechischen Schulden. ... Es kann nicht sein, dass wie in der Finanzkrise der Steuerzahler allein die Kosten für ein Debakel trägt, das von der unverantwortlichen Schuldenpolitik Athens und der blinden Kreditvergabe der Banken angerichtet wurde. Ein Zahlungsaufschub - wenn er gewährt wird - kann nur der erste Schritt zur Restrukturierung der griechischen Finanzen sein, zumal er auch nicht ausreicht, um die Probleme zu lösen. Als zweiter Schritt muss ein Schuldenverzicht der privaten Gläubiger folgen. Dies ist ein Gebot der ökonomischen Moral."

Die Welt - Deutschland | 18.06.2010

Noch mehr Offenheit nötig

Die Veröffentlichung der Stresstests von nur rund 30 Banken wird die Unsicherheit an den Kapitalmärkten nicht beseitigen, meint die konservative Welt: "Dafür gibt es gleich zwei Gründe: Erstens ist der jüngste Wertverfall europäischer Staatsanleihen, der mit der Griechenlandkrise im Frühjahr an Fahrt gewann, in den Stabilitätsuntersuchungen noch nicht abgefragt worden. Die Folgen für die Bank-Portfolios spiegeln sich in den Test-Ergebnissen also nicht wider. Zweitens haben gerade einmal jene rund 25 Banken an den Studien teilgenommen, die in Europa als systemrelevant gelten. Spaniens Sparkassen gehören genauso wenig dazu wie der Großteil Deutschlands seit langem maroder Landesbanken. ... Wenn die Investoren an den Kapitalmärkten endlich wieder glauben sollen, dass von den Banken keine Bedrohung für die Stabilität europäischer Staaten ausgeht, muss die Transparenz deshalb weit über die wenigen bereits getesteten Institute hinausgehen. Mehr als ein erster Schritt wäre die Veröffentlichung der Stresstests daher nicht."

Die Welt - Deutschland | 25.08.2009

Merkels frühe Festlegung rächt sich

Der US-Konzern General Motors (GM) überlegt offenbar, den deutschen Autobauer Opel doch nicht zu verkaufen. Die konservative Tageszeitung Die Welt kommentiert das Hin und Her: "Mit Rückendeckung der US-Regierung denkt der Koloss nicht daran, sich von einer kleinen Tochter in Europa und der Bundesregierung eine Entscheidung aufzwingen zu lassen. Im Interesse des eigenen Überlebens will sich der einst größte Autokonzern der Welt den Zugriff auf Opel sichern, möglicherweise die Firma sogar behalten. Und das ist normal: Schließlich hängen vom Überleben des Autogiganten in den USA weit mehr Arbeitsplätze ab als von Opels Existenz in Deutschland. Nun rächt es sich für Merkel, dass sie sich entgegen ihrer sonstigen Vorsicht aus wahltaktischen Gründen dieses Mal früh festgelegt hat. Ohne Not hat sich die Kanzlerin jeder Verhandlungsoption gegenüber GM weitgehend beraubt. Am Ende würde sie wohl sogar allen Forderungen der Amerikaner nachgeben. Denn eine andere Lösung als ein Verkauf an Magna und die Russen von der Sberbank wird sie als Verliererin dastehen lassen."

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