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Deckstein, Dagmar
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Vergeblicher Protest gegen Porsche-Übernahme
Der deutsche Autokonzern Volkswagen will den kleineren deutschen Sportwagenhersteller Porsche übernehmen. Dagegen wehren sich die Porsche-Mitarbeiter. Die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung meint, dass ihnen das nichts nützen werde: "Zu [Porsche-Chef Wendelin] Wiedekings zweifellosen Stärken gehörte und gehört es, vom ersten Vorstandstag an schnörkellos offen mit den Leuten am Band, in der Lackierstraße zu reden, dafür lieben sie ihn in Zuffenhausen, Weissach und Leipzig. Und nur so konnte Wiedeking seine ebenso unbestrittene unternehmerische Großtat vollführen, Porsche vom Pleitekandidaten in den profitabelsten Autohersteller der Welt zu verwandeln. Besonders profitiert von der 15 Jahre währenden Erfolgssträhne Porsches hat dabei das Showtalent [Betriebsratschef] Uwe Hück, den Wiedeking nach der Devise 'teile und herrsche' an seiner Macht hat teilhaben lassen. ... Sein Kampf um die Eigenständigkeit Porsches, ohne die er seine Sonderrolle verliert, ist [aber] wohl ein vergeblicher. Mag er auch noch so galaktisch inszeniert sein."
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Dagmar Deckstein über die Renaissance alter Kaufmannstugenden
In Zeiten der Wirtschaftskrise könnten alte Kaufmannstugenden bald wieder in Mode kommen, meint Dagmar Deckstein in der Tageszeitung Süddeutsche Zeitung. "Kein Manager, kein Unternehmenspatriarch muss eine neue Wertewelt erfinden, wenn er nach einem inneren kulturellen Geländer sucht, das Orientierung im wirtschaftlichen Handeln verheißt. Solches Handeln soll im Einklang mit dem eigenen Gewissen stehen und den Anforderungen der Gesellschaft entsprechen. Aufrichtigkeit, Glaubwürdigkeit, Vertrauen, Sparsamkeit, Fleiß, Wahrhaftigkeit, Rücksichtnahme, dabei natürlich auch Gewinnstreben, aber unter Beachtung des rechten Maßes - solche Werte markieren schon seit dem 14. Jahrhundert das Leitbild des ehrbaren Kaufmanns. Ein Leitbild, das die materielle und kulturelle Entwicklung Europas erst ermöglichte. Ein Leitbild, das Thomas Manns Romanfigur des Lübecker Kaufmanns Johann Buddenbrook so formulierte: 'Sei mit Lust an den Geschäften des Tages, aber mach nur solche, dass wir bei Nacht ruhig schlafen können.' Und das der Unternehmer Robert Bosch in den Satz goss: 'Lieber Geld verlieren als Vertrauen.' Solche Maximen sind nicht die einer untergegangenen Wirtschaftswelt, sondern Vorboten einer Renaissance."
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