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du Limbert, Paul-Henri
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Franzosen akzeptieren Rentenreform
Am Donnerstag haben in ganz Frankreich Menschen gegen die von der Regierung angekündigte Erhöhung des Rentenalters demonstriert. Der geringe Erfolg der Protestaktionen hängt damit zusammen, dass die Franzosen einen neuen Sinn für Realität entwickelt haben, meint die konservative Tageszeitung Le Figaro: "Vor nicht allzu langer Zeit hätte die Verteidigung der Rente mit 60 - der sinnbildlichsten aller sozialen Errungenschaften - die Straßen der Hauptstadt erzittern lassen. Davon war gestern nichts zu spüren, weder in Paris noch anderswo. Was ist passiert? Ganz einfach: die Franzosen haben verstanden, dass wir in einer anderen Zeit leben. Die Länder Europas ziehen Sparprogramme durch, nur Frankreich soll ein Schlaraffenland bleiben. Wer kann das glauben? Der gestrige Tag ist ein Misserfolg für die Gewerkschaften, aber insbesondere für die sozialistische Partei und ihre Vorsitzende Martine Aubry [die die Rente mit 60 beibehalten will]."
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Spaltung unter anderem Namen
Die konservative Tageszeitung Le Figaro sieht eine mögliche Spaltung der französischen Sozialistischen Partei voraus: "Wer vom Genossen spricht, spricht auch von Kameradschaft. Die existiert in der Sozialistischen Partei schon lange nicht mehr. Aber in ihren Rivalitäten bemühten sich die verschiedenen 'Elefanten' bislang, nicht zu weit zu gehen. ... Das ist jetzt vorbei. Die Royal-Befürworter und die Aubry-Befürworter sind zwei rivalisierende Stämme geworden, die sich mustern, sich angreifen und sich tausend und eine Kränkung versprechen. Sie sind die Capulets und die Montagues, die O'Timmins und die O'Haras. ... Das Wahrscheinlichste ist, dass es zwei sozialistischen Parteien innerhalb der einen geben wird. Es wird die 'PSS' (die sozialistische Partei von Ségolène) und die 'PSM' (die sozialistische Partei von Martine) geben. Dies ist eine Spaltung unter anderem Namen, die aber den Vorteil hat, den Schein zu wahren."
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Streikmüde Franzosen
Nur wenige Franzosen folgten dem Aufruf mehrerer Gewerkschaften, gegen die Reformen Nicolas Sarkozys auf die Straße zu gehen, hat die Tageszeitung Le Figaro beobachtet - und hält es für ein gutes Zeichen: "Wo sind die heißen Frühlinge von früher geblieben? Wo die Massenstreiks, bei denen die Reisenden auf überfüllten Bahnsteigen warteten? Diesen Juni hatte man uns als brandgefährlich angekündigt, als ersten Test für Nicolas Sarkozy und all seine Reformen. Nach dem Aktionstag der Gewerkschaften CGT-CFDT muss man feststellen, dass die Bilanz mager ist. ... Von diesem Tag behält man besonders in Erinnerung, dass der Aufforderung zum Streik ... nur sieben Prozent der Eisenbahner und sechs Prozent der Postbeamten folgten. Das ist erstaunlich wenig. Und das ist ein besonderes Zeichen dafür, dass Nicolas Sarkozy einen wichtigen psychologischen Sieg errungen hat: zu zeigen, dass Frankreich nicht das unreformierbare Land ist, als das man es seit 30 Jahren darstellt."
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Die Bayrou-Partei als Zünglein an der Waage
Die gemäßigt-konservative Partei MoDem von François Bayrou, der als Präsidentschaftskandidat 2007 gegen Nicolas Sarkozy und Ségolène Royal angetreten war, ist bei den französischen Kommunalwahlen in einigen Gemeinden in die Position des Mehrheitsbeschaffers gekommen. Bayrou verhandelt nun mit den Sozialisten ebenso wie mit den Konservativen. Paul-Henri du Limbert kritisiert diese Strategie, die die Konturen des berühmten 'dritten Wegs' von MoDem etwas unscharf geraten lassen: "Das Zweiparteiensystem, dessen Ende man etwas voreilig während des Präsidentschaftswahlkampfs ausgerufen hatte, ist wieder in voller Stärke da... Auf der einen Seite gibt es die UMP [die Partei von Präsident Nicolas Sarkozy], auf der anderen haben wir die PS [Sozialisten], und in der Mitte steht François Bayrou mit seiner verlorenen wirkenden Herde... Wenn es so weiter geht, steht François Bayrou vielleicht demnächst ganz alleine da. Haben UMP und PS deshalb Recht, aus ihm den unerwarteten Helden dieser kleinen Zwischenphase [zwischen den beiden Wahlrunden] zu machen?"
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