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Durczok, Kamil
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Polens historischer Wahlkampf
Die Polen wählen am kommenden Sonntag einen neuen Staatspräsidenten, nachdem der frühere Amtsinhaber Lech Kaczyński bei einem Flugzeugabsturz in Smolensk verunglückte. Das macht den Wahlkampf zu einem historischen, schreibt die konservative Tageszeitung Polska: "Der komischste Wahlkampf, den es je in der Dritten Polnischen Republik gegeben hat, neigt sich dem Ende zu. Unabhängig davon, ob es einen zweiten Wahlgang geben wird, weiß man jetzt schon, dass die Präsidentenwahlen 2010 in die Geschichte eingehen werden. Und zwar nicht nur wegen des knappen Termins, der aufgrund der dramatischen Ereignisse in Smolensk zustande gekommen ist, sondern auch, weil die Helden der Kampagne in komplett andere Rollen gezwungen wurden, als für sie vorgesehen waren. Für den Kampf um das Präsidentenamt war eigentlich nur [der liberale Kandidat Bronisław] Komorowski gerüstet. Er konnte sich als einziger der Führungsriege auf die Schlacht um das - übertrieben gesagt - höchste Amt im Staate vorbereiten."
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Polnische Linke hat Gedächtnisproblem
Die linke polnische Oppositionspartei SLD wirft der Regierung vor, auf das gegenwärtige Hochwasser in Polen nicht vorbereitet gewesen zu sein. Kamil Durczok kritisiert in der konservativen Tageszeitung Dziennik die Strategie der SLD: "Es amüsiert mich jedoch, dass die ersten, die mit der Regierung abrechnen wollen, eben die Sojusz Lewicy Demokratyczna gewesen sind. Als ich am Dienstag hörte, dass die ehemalige Ministerin und jetzige stellvertretende [SLD-]Vorsitzende Jolanta Szymanek-Deresz mit der Plattform [Regierungspartei PO] abrechnen und fragen will, wie es möglich sei, dass man trotz der Warnungen nicht alles getan habe, um die Verluste einzudämmen, habe ich mich sofort gefragt, ob die Linke nicht erhebliche Gedächtnisprobleme hat. Wir erinnern uns daran, dass die damalige Regierung von der riesigen Flut im Jahr 1997 völlig unvorbereitet getroffen wurde. Und das war die Regierung von Włodzimierz Cimoszewicz [von der SLD]. Die Abrechnung mit dem Verhalten der SLD dauerte damals sehr lange."
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Sarkozys Zeigefinger
Polens Präsident Lech Kaczyński hat seinem französischen Amtskollegen Nicolas Sarkozy in Paris zugesagt, dass er den EU-Reformvertrag ratifizieren werde. Der Fernsehjournalist Kamil Durczok ärgert sich in einem Gastkommentar für das konservative Boulevardblatt Fakt jedoch über Sarkozys Umgang mit Polen. "Der milde Ton des Kommuniqués nach dem Pariser Treffen der Präsidenten Polens und Frankreichs hat den schlechten Eindruck nicht beseitigt, den Nicolas Sarkozy in den letzten Tagen hinterlassen hat, als er anklagend mit dem Zeigefinger herumfuchtelte. ... Der französische Politiker beging einen größeren Fehler, als man annehmen könnte. Denn anklagende Zeigefinger haben nicht nur Polen gesehen, sondern Menschen in allen anderen kleineren Ländern der EU. ... Kein kleines Land wird gerne von größeren und stärkeren belehrt. Aber wenn dies der Präsident eines Landes tut, das gerade die EU-Präsidentschaft übernimmt, wird dies doppelt unerträglich und verschlechtert die Prognosen für die kommenden sechs Monate."
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