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Enz, Werner


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 23.02.2012

Schweizer Banken assistieren Steuerbehörden

Die Schweizer Regierung hat am Mittwoch ein Diskussionspapier zur Verschärfung des Geldwäschegesetzes vorgelegt. Demnach sollen ausländische Geldanleger künftig bestätigen, dass sie ihre Steuerschuld im Herkunftsland beglichen haben. Ein solches Verfahren macht die Banken zum Dienstleister der Steuerbehörden, meint die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung: "Zuoberst soll nicht mehr der Bürger stehen, der bis zum Beweis des Gegenteils unschuldig ist, sondern die Steuerbehörde, die Zweifel an dessen Steuerehrlichkeit hegt. Bis anhin war es eindeutig Sache jeder Bürgerin und jedes Bürgers, auch jedes ausländischen Kunden, selber für die korrekte Ausfüllung des Steuerzettels zu sorgen. Wenn Banken gleichsam in die Rolle des Hilfssheriffs einer ausländischen Steuerbehörde gedrängt werden sollen, ergeben sich ganz neue Fragen. Kann eine Bank belangt werden, wenn ein Kunde sie anlügt? Wie weit soll Aufwand betrieben werden ... und sollen in Zukunft auch Schweizer, womöglich notariell beglaubigt, bei jeder Kontoeröffnung (und danach?) einen Steuerausweis liefern?"

Neue Zürcher Zeitung - Schweiz | 30.08.2011

Japans neuer Premier ungeeignet

Das japanische Unterhaus hat am heutigen Dienstag den neuen Vorsitzenden der regierenden Demokratischen Partei (DPJ), Joshihiko Noda, zum Premier gewählt. Er ist der sechste japanische Premier innerhalb von fünf Jahren. Die liberal-konservative Neue Zürcher Zeitung bezweifelt, dass Noda und seine Partei die für Japan notwendigen Reformen durchsetzen können: "Die DPJ ist heillos zerstritten. Dem Stimmvolk wurde innert kürzester Zeit vor Augen geführt, dass eine in der Opposition noch geeint auftretende Partei eben doch ein bunt zusammengewürfelter Haufen ohne klare ideologische Ausrichtung ist. ... Auf der Strecke bleibt bei diesem kleinkarierten Hickhack die Umsetzung von Reformen, um Japan wieder voranzubringen. Zunächst müsste der Wiederaufbau der von Erdbeben und Tsunami zerstörten Gebiete tatkräftig in Angriff genommen werden. Die Energiepolitik ist eine weitere Baustelle. Bezweifelt werden darf, dass unter Noda bald die seit Jahren verschleppte Sanierung der Staatsfinanzen in Gang kommt. Es sieht zurzeit danach aus, dass sich erst nach der Abwahl der DPJ der Weg für echte Reformen öffnen könnte."

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