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Feldstein, Martin


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 19.12.2011

Euro-Retter sind auf dem Holzweg

Die Diskussion über die Beschlüsse des Brüssler Krisengipfels zur Rettung des Euro hält an. Dabei gehen sie in die verkehrte Richtung, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Da sie von keinem offiziellen EU-Vertrag besiegelt sind, können sie weder von der EU-Kommission noch von anderen gemeinschaftlichen Institutionen durchgesetzt werden. Es existiert somit kein verbindlicher Mechanismus zur Einhaltung der neuen Haushaltsregeln. … Auch wenn Kanzlerin Merkel, der französische Präsident Nicolas Sarkozy und der EU-Ratspräsident Herman Van Rompuy versucht haben, die Schuldenkrise zu nutzen, um ihr politisches Ziel der Integration Europas zu verfolgen, muss ihre Unfähigkeit es zu erreichen nicht zwingend die Senkung der Zinsen für Staatsanleihen klammer Länder verhindern. Die Risiko-Aufschläge können dank politischer Maßnahmen der einzelnen Länder zum Abbau ihrer Haushaltsdefizite gesenkt werden. … Das Duo Merkel-Sarkozy sollte eingestehen, den falschen Weg eingeschlagen zu haben. Europa braucht auf einzelne Länder zugeschnittene Reformen. Aber mit einem neuen Anlauf zur Fiskalunion und politischen Integration ist ihm nicht geholfen."

Gazeta Wyborcza - Polen | 06.09.2011

China braucht starke Währung

Die chinesische Währung Yuan hat in den vergangenen zwölf Monaten gegenüber dem Dollar sechs Prozent an Wert gewonnen. Während der Finanzkrise vor vier Jahren blieb sie dagegen praktisch unverändert. China müsste daran gelegen sein, dass seine Währung in der jetzigen Situation noch stärker wird, findet der US-Ökonom Martin Feldstein in einem Gastbeitrag für die liberale Tageszeitung Gazeta Wyborcza: "Dafür gibt es zwei wesentliche Gründe: Die Verringerung des Risikos für das eigene Investmentportfolio [bei Zahlungsausfällen für Papiere in Dollar] sowie die Kontrolle über die Inflation. Derzeit besitzt China rund drei Billionen Dollar in Zahlungsverpflichtungen und in anderen Papieren. ... Der zweite Grund, warum der chinesischen Regierung an einer Aufwertung des Yuan gelegen sein muss, ist die Begrenzung der eigenen Inflation. Ein stärkerer Yuan bedeutet geringere Importpreise. Ein Barrel Öl dürfte zwar weiterhin 90 Dollar kosten, doch würde eine zehnprozentige Aufwertung des Yuan die Kosten des Rohstoffs auf dem Binnenmarkt ebenfalls um zehn Prozent verringern."

Világgazdaság - Ungarn | 08.12.2009

Martin Feldstein zweifelt den Euro an

Der Harvard Ökonom Martin Feldstein hinterfragt in der Wirtschaftszeitung Világgazdaság die Existenz der europäischen Gemeinschaftswährung Euro: "Obwohl der Euro den Handel vereinfacht, schafft er erhebliche Probleme für die Geldpolitik. Schon vor seiner Geburt fragten manche Ökonomen (auch ich selbst), ob eine Gemeinschaftswährung für eine derart heterogene Gruppe von Ländern überhaupt wünschenswert wäre. ... Die gegensätzlichen Bedingungen in Deutschland und Spanien veranschaulichen das Problem. ... Deutschland verzeichnete in den zwölf Monaten bis letzten August einen Außenhandelsüberschuss von 117 Milliarden Euro, wohingegen Spanien in den letzten zwölf Monaten ein Außenhandelsdefizit von 56 Milliarden Euro anhäufte. ... Hätte Spanien immer noch die Peseta und Deutschland die D-Mark, würden die Unterschiede in den Handelsbilanzen zu einer Aufwertung der Mark und einer Abwertung der Peseta führen. Durch die schwächere Peseta würde die Nachfrage nach spanischen Exporten angekurbelt und Spaniens Importe verringert, wodurch wiederum die Binnennachfrage gestärkt und die Arbeitslosenzahlen verringert würden."

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