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Ferrari, Luciano
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Montis Sparpläne unter Beschuss
Aus Protest gegen die Erhöhung der Dieselpreise, Mautgebühren und Sozialabgaben haben Lastwagenfahrer in Italien am Dienstag den Verkehr in weiten Teilen des Landes lahmgelegt. Der liberale Tages-Anzeiger sieht diesen und weitere angekündigte Streiks als ersten großen Angriff auf die Regierung von Mario Monti: "Schlimmer aber ist, dass dieser Streik die politische Einsamkeit des Technokraten Monti blosslegt. Seine grosse Schwäche ist der fehlende politische Rückhalt in der Gesellschaft. Nicht nur die Lobby der Transporteure hat das gemerkt, auch Interessenverbände wie die Mafia sowie die Populisten von der Lega Nord oder von Italia dei Valori werden Monti immer öfter herausfordern. Gehen im Gefolge auch die grossen Parteien auf Distanz, ist es um das Wunder der Regierung Monti bald geschehen. Monti braucht nun dringend wirtschaftliche Erfolge. Das ist auch für die Rettung der Währungsunion entscheidend. Deshalb steigt jetzt der Druck auf die anderen EU-Länder, namentlich auf Deutschland, Montis Reformkurs zu honorieren und die Sparschraube zu lockern."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Italien
Italien sichert sich libysches Öl und Gas
Der italienische Premier Silvio Berlusconi hat am Donnerstag in Mailand dem Chef des libyschen Übergangsrats Mahmud Jibril 350 Millionen Euro zugesichert. Bei dem Treffen wurde auch über die Wiederaufnahme der Öl- und Gasförderung durch einen italienischen Konzern gesprochen. Das verdeutlicht die Scheinheiligkeit des Westens, meint der liberale Tages-Anzeiger, ist aber gut für Libyen: "Ist Berlusconi also ein grosser Heuchler? Gewiss - aber er ist nicht der einzige. ... 'Wenn Libyen heute frei ist, dann nicht nur, weil der Westen Libyen so sehr liebt, sondern auch, weil das Land Erdöl hat', schreibt der Thinktank European Council on Foreign Relations. Das mag stimmen, doch der Krieg wurde nicht wegen des Öls geführt. Der Nato-Einsatz kam zustande, weil der Westen seine Heuchelei gegenüber Ghadhafi zu weit getrieben hatte. Nun hat man erfolgreich die Seiten gewechselt. Das Geschäft kann weiterlaufen. Positiv daran ist, dass die Ölmilliarden der künftigen libyschen Regierung helfen werden, das Land wieder aufzubauen. Auch sind die Ölkonzerne an Rechtssicherheit für ihre Geschäfte und an einem sicheren Umfeld für ihre Mitarbeiter interessiert. Von beidem werden auch die Menschen in Libyen profitieren."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Internationale Beziehungen, » Handel, » Italien, » Libyen
Schuldenstaaten disziplinieren
Eine Einführung von Euro-Anleihen ist nur mit der parallelen Schaffung einer zentralen Wirtschaftsregierung für den Euroraum sinnvoll, meint der liberale Tages-Anzeiger: "Führt man Eurobonds ein, braucht es gleichzeitig eine Institution, die dafür sorgt, dass kein Land die Solidarität der anderen ausnutzt. Dies ist auch der Kern der gegenwärtigen Krise. Merkel und Sarkozy sind gebrannte Kinder. Sie trauen ihren Kollegen - und wohl auch einander - nicht mehr blind. Der Weg zu den Eurobonds kann deshalb nur über eine neue, starke Wirtschaftsregierung für die Eurozone führen. Das hatte auch der Chef der Europäischen Notenbank, Jean-Claude Trichet, im Sinn, als er die Gründung eines europäischen Finanzministeriums vorschlug. Dieses müsste, so Trichet, direkt auf die Wirtschaftspolitik von undisziplinierten Euroländern durchgreifen können. Nur so wäre garantiert, dass niemand die Eurobonds für krumme Touren missbraucht."
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