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Franchi, Paolo


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 03.09.2009

Kritik an Doppelmoral italienischer Medien

In dem Medienkrieg, der durch die Enthüllungen aus dem Privatleben des italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi ausgebrochen ist, bemängelt die liberalkonservative Tageszeitung Corriere della Sera die Doppelmoral einiger Medien: "Berlusconi scheint nicht begreifen zu wollen, dass die Privatsphäre eines Politikers sehr eng ist, in der Überzeugung, dass diese Geschichten die Italiener ... nicht weiter stören, und so schadet er sich selbst. Doch bei allem Respekt ... ist es auch verwunderlich, dass, um ihn [Berlusconi] schachmatt zu setzen, eine ganze Welt (Verleger, Journalisten und Intellektuelle) ausgerechnet das Terrain der Feste, Parties, Prostituierten, jungen Mädchen und so weiter auswählt - denn normalerweise sind sie im Bereich der privaten Moral gegen jeden Form des erhobenen Zeigefingers. Fast so, als ob man überzeugt wäre, dass bei den politischen, wirtschaftlichen, sozialen und, wenn man will, auch kulturellen Fragen ... wenig zu tun sei."

Corriere della Sera - Italien | 30.04.2008

Italiens demokratische Partei sucht ihre Identität

Paolo Franchi überlegt, wie die italienische demokratische Partei (PD) nach mehreren Wahlniederlagen eine neue Identität finden kann. "Wenn man sich die Kommentare ansieht, die tausend und einen Grund für das Scheitern der Mitte-Links-Partei bei den Wahlen zum Parlament und des Bürgermeisters von Rom anführen, dann kommt man zu dem Schluss, dass selten eine Katastrophe größer angekündigt wurde. Aber die große Mehrheit der Kommentatoren hatte das überhaupt nicht vorausgesehen, sondern ist sogar oft von dem Gegenteil ausgegangen... Wenn einige zehntausend römische Wähler Nicola Zingaretti von der demokratischen Partei an die Spitze der römischen Provinz gewählt haben, aber den Kandidaten der Rechten für das Bürgermeisteramt, dann nur deshalb, weil die Mischung der Linken nicht funktioniert hat. Es bleibt die große Frage nach der Identität der demokratischen Partei, die noch immer ungelöst ist... Es müsste eine Identität sein, die weder rein kommunistisch, noch sozialistisch, noch sozial-demokratisch ist, noch aus der Arbeiterbewegung stammt und die doch links ist im eigentlich Sinn des Wortes, nämlich reformorientiert."

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