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Fritzl, Martin
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Politik muss Korruption in Österreich aufklären
Um mehrere politische Korruptionsaffären aufzuklären, wird das österreichische Parlament diese Woche die Einsetzung eines Untersuchungsausschusses beschließen. Mit Ausnahme der Grünen sind derzeit alle Parteien des Landes in Affären verwickelt, unter anderem wurden Ausländer eingebürgert, die hohe Parteispenden gezahlt hatten. Die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse sieht eine Chance für politische Aufklärung der Fälle: "Die Arbeitsteilung zwischen U-Ausschuss und Justiz wird jetzt auch zur entscheidenden Herausforderung: Die strafrechtliche Klärung bleibt Aufgabe der Justiz. Die politische Aufklärung verläuft nach anderen Kriterien. Am Beispiel der Staatsbürgerschaftskäufe: Auch wenn eine Richterin es als strafrechtlich unbedenklich befunden hat, wenn im Umfeld von Einbürgerungen hohe Summen fließen, ist Derartiges politisch-moralisch nicht korrekt. Der U-Ausschuss kann da sowohl Vergangenheitsbewältigung betreiben ... als auch die Weichen für die Zukunft stellen: Die Regeln für Einbürgerungen können dann im Lichte der Erkenntnisse verändert werden."
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Artgerechte Tierhaltung schadet Bauern nicht
Österreichs Regierung streitet über einen Gesetzentwurf des Landwirtschaftsministers, der vorsieht, Zuchtschweine nur noch für wenige Wochen im Jahr in Gitterkäfigen halten zu dürfen. An einer Umstellung der Schweinezucht auf artgerechte Haltung gehen die Bauern entgegen ihrer übertriebenen Kritik nicht zugrunde, meint die liberal-konservative Tageszeitung Die Presse: "Dass das wochen- oder monatelange Einsperren von Muttersäuen in engen Stahlkäfigen Tierquälerei ist, sieht man mit freiem Auge. Und dass es zum Schutz der Ferkel geschieht, ist purer Unsinn: Artgerechte Haltung bietet den Ferkeln wesentlich mehr Schutz. Eine Umstellung - also vor allem mehr Platz für die Tiere - kostet Geld, vernichtet aber nicht den Bauernstand: Das wurde nämlich schon beim Verbot der Käfighaltung für Hühner behauptet. Doch die Erfahrung zeigt, die Branche hat sich bestens darauf einstellen können."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Landwirtschaft, » Ethik, » Österreich
Österreichs Bundesheer an der verschwundenen Grenze
Nach dem Wegfall der Kontrollen an Österreichs Grenzen zu Tschechien, der Slowakei und Slowenien patroullieren dort Soldaten. Martin Fritzl bezeichnet das als reine Placebo-Maßnahme gegen die Schengen-Angst der Bevölkerung: "Die Soldaten dürfen zwar keine illegalen Grenzgänger mehr fangen – so sich diese überhaupt im Grenzgebiet aufhalten – aber ihre Anwesenheit macht einfach sicherer... Wobei, nebenbei bemerkt, das vermehrte Sicherheitsgefühl nicht der einzige Grund ist, warum die Grenzbevölkerung ihre Soldaten weiterhin behalten will. Das Bundesheer hat sich dort nämlich auch zu einem beträchtlichen Wirtschaftsfaktor entwickelt. Von Gasthäusern bis zu Vermietern profitieren alle von der Anwesenheit der Streitkräfte."
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Zahl der Asylbewerber in Österreich steigt
"Zahlreiche Asylwerber, die zuvor in den neuen EU-Staaten gestrandet sind, haben die Gunst der Stunde genutzt und sind nach dem Fall der Schengen-Grenze nach Österreich gekommen, um hier einen neuerlichen Asylantrag zu stellen", berichtet Martin Fritzl. Das sei jedoch kein Grund zur Hysterie: "Das Geheul aus dem blau-orangen Lager (der rechtspopulistischen FPÖ und BZÖ) kann man getrost vernachlässigen, da geht es nur um die Bedienung der fremdenfeindlichen Klientel. Schon ernster sind die Besorgnisse der Lokalpolitik in Traiskirchen zu nehmen. Aber auch da sollte man die Dimensionen beachten. Derzeit befinden sich 770 Asylwerber im Flüchtlingslager. Vor zwei Jahren sind es 2000 gewesen. Und schließlich ist das Problem von zeitlich begrenzter Dauer: Wer schon anderswo einen Asylantrag gestellt hat, wird berechtigtermaßen wieder dorthin zurückgeschickt. Das wird sich herumsprechen, der Asyltourismus hat damit kein langes Leben."
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