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Fubini, Federico
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Manöver kann EU schaden
Ein Boykott der Europameisterschaft kann die Ukraine in die Arme Moskaus treiben, fürchtet die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Auf dem Spiel steht die europäische Geostrategie, und hier stellt sich die Frage, wo Wladimir Putin steht. ... Hinter Timoschenko, aber er ergreift auch Partei für Viktor Janukowitsch. Das doppelte Spiel des Kreml zielt darauf ab, die Ukraine zu zermürben. Die Beziehungen zum Westen sollen sich so verschlechtern, dass Kiew dazu bereit ist, zumindest wieder ein privilegierter Partner zu werden. Mit dieser Strategie hat Moskau bereits Belarus und Kasachstan an sich gebunden. … Europa tut gut daran, sich im Fall Timoschenko auf seine Werte zu besinnen. Doch es muss das richtige Gleichgewicht finden zwischen der Verteidigung der Werte und der Gefahr, Putin in die Karten zu spielen."
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Geldschwemme ist keine Lösung
Das billige Geld der EZB wird nicht zwangsläufig die drohende Kreditklemme verhindern und das Vertrauen in das europäische Krisenmanagement wiederherstellen, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Wenn es nur eine Vorführung in einer Stadt gibt, gehen alle hin. So ging es auch gestern den Banken am Schalter der EZB. ... Die Vorführung war ausverkauft. Nur ist nicht gesagt, dass die Banken die 500 Milliarden Euro nutzen werden, um die Kreditklemme zu lockern oder Staatsanleihen zu kaufen. Die Banken werden das frische Geld verwalten wie Bürger, die kein Vertrauen mehr haben. Sie fürchten neue Auflagen seitens der Behörden, die zur Abwertung ihrer Titel führen, oder weitere Fehler beim politischen Krisenmanagement. Öffentliche und private Akteure in Europa vertrauen einander nicht mehr. Auch dann nicht, wenn die Computer der EZB (elektronisch) 500 Milliarden ausspucken. Die negative Reaktion der Märkte zeigte das gestern unmissverständlich."
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Schuldenkrise überschreitet EU-Grenzen
Portugal erhält 78 Milliarden Euro aus dem Rettungsfonds von EU und Internationalem Währungsfonds (IWF). Das teilte Portugals geschäftsführender Premier José Sócrates am Dienstagabend in Lissabon mit. Trotzdem sollte die EU den Widerstand der Schwellenländer gegen die Rettung von Euroländern nicht unterschätzen, warnt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Der Widerstand der Bric-Staaten gegen die Rettung von Portugal und Griechenland nimmt immer mehr die Gestalt einer Revolte der neuen Mächte gegen das Übergewicht der alten im IWF an. In den vergangenen Jahrzehnten haben Brasilien, die asiatischen Länder und Russland harte Bedingungen für IWF-Anleihen in Kauf nehmen müssen. Sie wurden von Europa auferlegt. Heute zahlen sie es Europa mit gleicher Münze heim. Als Voraussetzung für die Portugal-Hilfen hatten die Bric-Staaten eine Umschuldung gefordert. ... Bald werden sie die gleiche Forderung für Athen stellen. Der Ausgang der Verhandlungen ist offen. Fest steht, dass die Schuldenkrise der Euroländer ein politisches Problem ist, das die EU-Grenzen überschritten hat."
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Populismus-Spirale stoppen
Der Wahlerfolg der rechtspopulistischen Partei Wahre Finnen bei den Parlamentswahlen in Finnland gefährdet die Stabilisierung des Euro und ist daher ein Alarmsignal für ganz Europa, kommentiert die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Die finnischen Wähler haben eine Botschaft über die Landesgrenzen hinaus geschickt. ... Nicht nur in Finnland, sondern auch andernorts führt die Unfähigkeit der Regierungen, der Einheitswährung eine glaubwürdige Struktur zu geben, zu einem antieuropäischen Populismus. ... Der landesspezifische Unmut lässt sich zwar nicht nur mit der Eurokrise erklären. Doch diese schürt den populistischen Zorn, der seinerseits die Rettung klammer Staaten immer schwieriger macht. Deshalb verfügen die Regierungen von Helsinki wie von Den Haag nun über einen geringeren Handlungsspielraum. Dies nährt die Gefahr, dass sich die Schuldenkrise ausweitet, die ihrerseits den Populismus schürt. Die Spirale muss gestoppt werden, bevor es zu spät ist."
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