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Gallino, Luciano


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 24.06.2011

EU unterwirft sich Finanzsystem

Die EU-Staats- und Regierungschefs haben am Donnerstag bei ihrem Gipfel in Brüssel dem krisengeschüttelten Griechenland ein neues Hilfspaket in Höhe von 120 Milliarden Euro in Aussicht gestellt. Weiteres Geld kann Griechenland zwar helfen, doch ein Grund des Übels - das mächtige Finanzsystem - bleibt unangetastet, kritisiert die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Die griechische Krise zeigt mitleidlos, dass das Finanzsystem mittels seiner operativen Arme - EU-Kommission, Europäische Zentralbank und Internationaler Währungsfonds - de facto die EU lenkt. Die vom Volk gewählten Regierungen haben sich vor geraumer Zeit ganz in den Dienst der Finanzwelt gestellt. Sie hätten das Finanzsystem nach dem Ausbruch der Krise 2008 reformieren müssen. Zwar wird seit zwei Jahren in Brüssel über Finanzreformen diskutiert, doch war dies bislang nicht mehr als ein Tropfen auf dem heißen Stein. Weil sie das Finanzsystem nicht reformiert, sondern ihm sogar geholfen haben, noch mächtiger zu werden, sind die Regierungen nun seinen Forderungen hilflos ausgeliefert."

La Repubblica - Italien | 25.10.2010

Fiat will weiter auslagern

Laut einer Aussage des Chefs des italienischen Autobauers Fiat, Sergio Marchionne, wäre die Gesamtbilanz der Firma besser ohne die defizitären Werke in seinem Heimatland. Das ist offenkundig ein Vorwand für die vermeintlich unerlässliche Produktionsverlagerung ins Ausland, empört sich die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Das Problem ist, dass auch Fiat nicht in der Lage gewesen ist, mit den anderen europäischen Autoherstellern Schritt zu halten. ... Um die Auslastung zu steigern, müsste die Produktion in zwei oder drei Fabriken zusammengelegt und die Zuliefererbranche vollständig umstrukturiert werden, so dass die Transportwege für alle Teile vor der Montage drastisch gesenkt werden. Möglicherweise hat Fiat diese Lösung bereits ins Auge gefasst. In diesem Fall wäre es besser, klar dazu zu stehen, anstatt weiter um den heißen Brei herumzureden und über Anarchie in den italienischen Fabriken zu klagen, die laut den Verantwortlichen Fiat daran hindert, in Italien genauso günstig zu produzieren wie in Polen oder Argentinien."

La Repubblica - Italien | 29.07.2010

Fiat erpresst mit Produktionsverlagerung

Der italienische Autobauer Fiat hat gedroht, einen Teil seiner Produktion nach Serbien zu verlagern, sollten Regierung, Gewerkschaften und Arbeitnehmer keine Änderungen der Arbeitsbedingungen akzeptieren. Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica findet die Fiat-Strategie erpresserisch: "Die Fiat-Strategie erhöht die Gefahr, dass sich der soziale Konflikt verschärft und ausweitet. Es besteht kein Zweifel, was auch immer Minister und Gewerkschafter orakeln: Tausende von Unternehmen mit Auslandsfilialen werden in dem Moment für sich die gleichen Forderungen geltend machen, falls sich diese Strategie als erfolgreich herausstellt. Es ist wahr, dass die Krise Gewerkschaften und Arbeiter geschwächt hat, und dass das Gespenst der Arbeitslosigkeit sie fast jede Bedingung annehmen lässt. Dennoch ist nicht gesagt, ob … die Mehrheit der Arbeitnehmer widerspruchslos die Gebote der 'Weltarbeiterklasse' hinnehmen wird, einschließlich des Verbots von Streiks, Kundgebungen, Einsprüchen und sogar der Krankschreibung."

La Repubblica - Italien | 18.05.2009

Fiat-Beschäftigte demonstrieren für Arbeitsplätze

Mehrere tausend Beschäftigte des italienischen Autobauers Fiat haben am Samstag in Turin für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstriert. Die linksliberale Tageszeitung La Repubblica kommentiert: "Zusammengenommen besagen die Fiat-Angelegenheit und die OECD-Statistik [, wonach Italien beim Lohnniveau ganz unten steht], dass die niedrigen Löhne von Millionen von Arbeitern einen nationalen Notstand darstellen, der sich in Tragweite und Tiefe verschlimmern könnte, sollte die Fiat-Frage sich nicht zum Besten wenden. ... Angesichts eines solchen Notfalls, der epische Eingriffe von der Dimension eines New Deal im Stile Roosevelts erfordert, weiß man nicht, wo die Regierung eigentlich steht. ... Aber auch der Industrieverband hat weiter am Ast gesägt, auf dem er sitzt, ... etwa durch die wesentliche Einschränkung der Aktivitäten von Forschung und Entwicklung: auch hier steht Italien seit geraumer Zeit ganz unten."

La Repubblica - Italien | 18.11.2008

Das Auto ist tot

Die Tageszeitung La Repubblica erklärt die Autoindustrie gar für tot: "Das Zeitalter des Automobils als privatem Verkehrsmittel und als Gegenstand der Produktion neigt sich dem Ende zu. Sowohl in der Herstellung als auch im Konsum verbraucht es von allem zu viel: Energie, Rohstoffe, Wasser, Raum, Zeit. Es hat aber in unserer Gesellschaft eine so bedeutende Stellung eingenommen, dass der Übergang zu alternativen Fortbewegungsmitteln - und warum nicht zur einer geringeren Mobilität - ein langer und schwieriger Weg sein wird."

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