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Galoppi, Stefan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Kurier - Österreich | 26.10.2011

Tunesische Wahlsieger sind demokratisch

Noch vor Bekanntgabe der Endergebnisse der Wahl in Tunesien hat die gemäßigt islamistische Partei Ennahda am Dienstag Koalitionsgespräche aufgenommen. Auch wenn der Westen beunruhigt ist über den wahrscheinlichen Wahlsieger, gibt es nach Meinung der Tageszeitung Kurier keinen Grund anzunehmen, die Ennahda sei undemokratischer als ihre Konkurrenz: "Es ist nicht zu erwarten, dass sich ausgerechnet das stark säkularisierte Tunesien, in dem auch die Frauen ihren festen Platz im öffentlichen Leben haben, jetzt in einen finsteren Gottesstaat verwandelt. Ennahdha-Chef Ghannouchi gab sich im Wahlkampf jedenfalls gemäßigt und bekannte sich zu demokratischen Grundwerten. Als Demokrat bleibt einem nichts anderes übrig, als die Entscheidung der Tunesier in der ersten freien Wahl ihrer Geschichte zu akzeptieren. ... Faule Kompromisse, wie sie früher aus Bequemlichkeit und Kurzsichtigkeit mit Nordafrikas Autokraten eingegangen wurden, dürfen sich nicht wiederholen."

Kurier - Österreich | 30.10.2010

Extremisten verbreiten mühelos Schrecken

Der Fund von Paketbomben verdeutlicht, wie einfach Extremisten trotz weltweiter Terrorbekämpfung Angst und Schrecken verbreiten können, meint die Tageszeitung Der Kurier: "Das Beunruhigende: Militanten Gruppen, die sich der Hass-Ideologie von El Kaida verbunden fühlen, gelingt es, mit immer einfacheren Mitteln weltweit Wirkung zu erzielen. Sie brauchen gar nicht mehr Kohorten von Selbstmord-Attentätern loszuschicken. Jetzt reichen schon manipulierte Druckerpatronen, um Kontinente-übergreifend Terroralarm auszulösen. ... Das Beängstigende zum Schluss: Seit Jahren werden offene und verdeckte Kriege geführt, um die Terroristen auszuschalten - in Afghanistan, in Pakistan, im Jemen und an anderen Orten, wovon die Öffentlichkeit kaum etwas erfährt. Und doch ist die Gefahr in keiner Weise gebannt. Im Gegenteil: Die wachsende Kluft zwischen dem Westen und der muslimischen Welt sorgt dafür, dass der Zustrom zu den Extremisten nicht abreißt. Und die brauchen dann nicht viel, um Terror zu verbreiten."

Kurier - Österreich | 10.08.2010

Feuer schadet Ruf des Premiers

Die verheerenden Waldbrände in Russland schaden wegen politischer Fehlentscheidungen dem Ruf von Premier Wladimir Putin, meint die Tageszeitung Der Kurier: "Russlands Regierungschef bemüht sich zwar in gewohnter Manier um das Bild des zupackenden Machers, aber die riesigen Waldbrände versengen auch sein Image. Denn mitten in Smog und Rauchschwaden sehen viele Bürger klar: Politische Fehlentscheidungen wie das Einsparen von Waldaufsehern, verabsäumte Sicherheitsvorkehrungen, Schlamperei und Korruption der Behörden wirken wie Brandbeschleuniger. Erst sie machen die Naturkatastrophe völlig unkontrollierbar. Das Vertrauen in den allmächtigen Staat wird tief erschüttert. ... Angesichts der Hilflosigkeit der schlecht ausgerüsteten und überforderten Rettungsmannschaften muss sich Premier Putin unangenehme Fragen gefallen lassen. Den ungewohnten Geist des Widerspruchs zurück in die Flasche zu bringen, wird Putins gut geöltem Propagandaapparat wohl ebenso viel abverlangen wie die Aufräumungsarbeiten nach den Bränden."

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