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Ganev, Petar
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Bulgarische Einheitssteuer muss bleiben
Angesichts krisenbedingter Haushaltseinbrüche in Bulgarien fordern Politiker und Sozialverbände die Abschaffung der Einheitssteuer von zehn Prozent zugunsten einer höheren oder sogar progressiven Besteuerung. Dagegen spricht sich der Wirtschaftsexperte Petar Ganev in der Tageszeitung Sega aus: "Die Einheitssteuer ist nicht schuld an der aktuellen Haushaltslage. Im Gegenteil: Bezogen auf den Haushalt war sie die beste Reformmaßnahme der vergangenen Jahre. Die Argumente ihrer Gegner taugen nichts. ... Sie wollen sich in unser Leben einmischen, unser Geld umverteilen, den einen zugunsten der anderen abstrafen. Diese Denkweise ist parasitär. Es gibt wohl kaum jemanden, der gern Steuern zahlt. Die Menschen haben aber gezeigt, dass sie die Einheitssteuer vor ihren Alternativen bevorzugen. Der Beweis dafür ist, dass mehr Menschen ihre Steuern zahlen und sie werden es weiterhin tun, solange die Besteuerung einfach, leicht verständlich und niedrig bleibt. Die Erhöhung des Einheitssatzes wäre ein Schritt in die falsche Richtung, denn es würde den Zahlungsunwillen [der Steuerzahler] wecken."
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Graue Wirtschaft in Bulgarien
Die Tageszeitung Dnevnik analysiert die Gründe für den noch immer hohen Anteil "grauer" Wirtschaft in Bulgarien. "Der Unwille der Arbeitnehmer (und Arbeitgeber), die volle Höhe des Lohns besteuern zu lassen, kommt von der großen Versicherungslast. Trotz des niedrigen Satzes der Pauschalsteuer geben die meisten Leute ihr Einkommen [aufgrund der hohen Sozialabgaben] nicht an. ... Gerade das Vorhandensein von minimalen Versicherungssätzen (und entsprechend auch von Mindestlöhnen) stimuliert die Steuerhinterziehung. Die Geschäftsführer der Firmen wissen, dass der Staat die Angaben von geringem Einkommen als normal akzeptiert und das erleichtert die Steuerhinterziehung. Ein großer Anteil der Arbeitnehmer bekommt in der Tat viel höhere Gehälter. Andererseits, wenn man sich für höhere Mindestlöhne entscheiden würde, hätte das katastrophale Folgen wie etwa deutlich höhere Arbeitslosigkeit und eine größere Schattenwirtschaft."
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