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García Sanz, Fernando


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La Vanguardia - Spanien | 07.05.2009

Fernando García Sanz über die neue Italienisierung

Der Historiker Fernando García Sanz untersucht in der Tageszeitung La Vanguardia den Bedeutungswandel des Begriffs Italienisierung in der spanischen Sprache: "Lange Zeit hatte der Begriff Italienisierung oder italieniesierend in Spanien eine beschreibende und in den meisten Fällen eine positive und prestigeträchtige Bedeutung, zumal es sich auf die Tendenz oder die Imitation eines vorbildlichen Kanons bezog: Die Malerei, die Bildhauerei, eine literarische Form oder auch die Fassade eines Palastes konnte italienisierend sein. Natürlich auch die Musik: Lange Zeit gab es unter Spaniens Musikern die Gewohnheit, ihre Namen und Nachnamen zu italienisieren, um Erfolg zu haben. Von damals auf heute hat der Begriff Italienisierung im gewöhnlichen Sprachgebrauch (vor allem auch in politischen Kreisen) negative und sogar abwertende Bedeutungen erhalten: Das Schlimmste, was dir passieren kann, ist das man etwas macht, wie die Italiener. Bevor sich dieser Begriff in der Politik eingebürgert hat, wusste die große Mehrheit der Spanier schon, was es bedeutet, wenn bei der Sportberichterstattung eine Mannschaft die Partie 'italienisierte': Das besagte Team versucht, das Spiel des Gegners durch zeitverzögernde Taktiken oder unfaires Spiel zu blockieren."

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