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Gentili, Guido
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Wachstumspakt kann Italien aus Rezession helfen
Das italienische Bruttoinlandsprodukt ist von April bis Juni um 0,8 Prozent und damit das vierte Quartal in Folge geschrumpft, wie das Statistikamt Istat am Montag in Rom mitteilte. Um der Rezession entgegenzuwirken, muss Italien nicht nur Schulden abbauen, sondern auch einen Wachstumspakt beschließen, mahnt die liberal-konservative Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Einsparungen bei der öffentlichen Verwaltung und die Veräußerung öffentlicher Güter können dazu beitragen, die Staatsverschuldung zu senken. Sparen heißt jedoch nicht auf Sanierung und Wachstum zu verzichten. Im Gegenteil. Europa verlangt beharrlich von uns Garantien für unseren Reformkurs - auch nach der Regierung Monti. ... Deshalb ist ein Wachstumsabkommen sinnvoll, das sowohl für die jetzige Regierung als auch für die kommende verbindlich ist. Auf diese Weise stimmen wir den Sanierungsplan mit der EU-Kommission und der EZB ab und ebnen den Weg für das Sparpaket, das für die Stützungskäufe der Staatsanleihen seitens der EZB erforderlich ist."
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Italien hat den Krieg noch nicht gewonnen
Italiens Regierungschef Mario Monti hat am Mittwoch das von ihm interimistisch ausgeübte Amt des Wirtschafts- und Finanzministers an seinen bisherigen Stellvertreter Vittorio Grilli abgegeben. Zugleich warnte er Italien davor, seine Deckung fallen zu lassen, denn das Land befinde sich nach wie vor im Kriegszustand. Monti tut gut daran, den Bürgern reinen Wein einzuschenken, findet die liberal-konservative Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Krieg ist ein gewichtiges Wort und darf nicht leichtfertig benutzt werden. Monti sprach gestern sogar von einem erbitterten Krieg. Und genau mit einem solchen haben wir zu tun. ... In der Welt, auf den Finanzmärkten, in Europa und im eigenen Land, wo jegliche Veränderung erbitterten Widerstand hervorruft, kämpft Italien um sein Leben. … Vor acht Monaten stand das Land kurz vor der Kapitulation. Die Regierung Monti rettete das Land, doch der Krieg ist noch nicht gewonnen. Um ihn zu gewinnen, muss Europa von unserem starken Willen überzeugt werden und die Finanzmärkte müssen mit Zinssenkungen signalisieren, dass sie Italien aus ihrer Schusslinie nehmen. Wenn eine dieser beiden Bedingungen nicht erfüllt wird, wird es leider keinen Frieden geben."
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Monti braucht Vertrauen der Euro-Partner
Die Zinsen für italienische Staatsanleihen sind am Mittwoch erneut deutlich gestiegen. Weil Italien finanziell immer stärker unter Druck gerät, muss Italiens Premier Mario Monti bei den EU-Partnern nun unbedingt um Vertrauen werben, fordert die liberal-konservative Wirtschaftszeitung Il Sole 24: "Hoffentlich wird unser Premier auf seiner Europa-Tour so siegreich sein wie einst unser legendärer Radrennfahrer Fausto Coppi. ... Deutschland hat gestern durch Finanzminister Schäuble sein Nein zu den Euro-Bonds wieder bekräftigt und sich auch gegen die von Monti propagierte Idee gesträubt, Investitionen aus dem Defizit auszuklammern. Wenn die Euro-Bonds weiter ein Traum bleiben, und auch der Weg hin zu einer neuen, mit mehr Handlungsspielraum versehenen Europäischen Zentralbank versperrt bleibt, gilt es, andere Lösungen zu finden. Zu diesen gehören eine europäische Bankengarantie und der direkte Zugriff der Banken auf den Rettungsfonds für Schuldenländer."
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Streik und Streit helfen Italien wenig
Mit einem Generalstreik haben viele Italiener am Dienstag gegen die Sparpläne der Regierung protestiert. Rom verschärfte die Maßnahmen und plant, das Paket per Vertrauensfrage durch das Parlament zu winken. Eine weitere Verzögerung kann sich das Land nicht mehr leisten, meint die Wirtschafszeitung Il Sole 24 Ore: "Italien liegt auf der Rettungsstation, Alarmstufe rot. Doch die Ärzte sind zerstreut oder zerstritten, sie schlurfen um den Patienten herum, verabreichen ihm das eine oder andere wirkungslose Mittel. Italien braucht eine richtige Kur. ... Es bedarf des politischen und gesellschaftlichen Zusammenhalts, um so rasch wie möglich aus dem Koma zu erwachen. Es braucht weder Vetos von allen Seiten noch politisch motivierte Streiks oder Ränkespiele zwischen Parlamentsmehrheit und Opposition, die sich zwar über Feiertage und verlängerte Wochenenden einigen, aber keine Rentenreform in Angriff nehmen."
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Rom schiebt Rückkehr zur Atomkraft auf
Italien wird seinen Plan, wieder in die Atomenergie einzusteigen, für ein Jahr aussetzen. Das gab das Ministerium für wirtschaftliche Entwicklung am Dienstag bekannt. Eine Denkpause ist durchaus akzeptabel, birgt in Italien jedoch die Gefahr, dass sie nicht zu einer Entscheidung führt, sondern zu endlosem Aufschieben, beklagt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Das Moratorium wurde unter dem Druck der Gefühlswelle, der Zuspitzung politischer Instrumentalisierungen und dank der seit Jahrhunderten von Italien erfolgreich praktizierten Kunst des Aufschubs beschlossen. Es bringt einen Zeitgewinn, der möglicherweise die von den Kernenergie-Gegnern geforderte Volksbefragung vermeiden hilft, die für die Regierung mehr als problematisch zu werden droht. ... Eine Denkpause ist durchaus angebracht, denn eine Entscheidung über die Zukunft, die unter dem Eindruck starker Emotionen zustande kommt, ist weder eine logische noch eine ratsame Lösung. Es sollte tunlichst vermieden werden, hier zu pfuschen und ein Ja zur Kernkraft unter dem Deckmantel des Jein zu verstecken."
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