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Giannis, Kouros
Naftemporiki, Greece
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Athens Gläubiger wollen keinen Wandel
Laut aktueller Umfragen wird es bei den griechischen Parlamentswahlen am 6. Mai zu großen Veränderungen der politischen Landschaft kommen, weil die kleinen Parteien mehr Stimmen bekommen werden. Doch Griechenlands Gläubiger wünschen sich, dass auch weiterhin die großen Parteien regieren, kritisiert die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki: "Der 6. Mai wird in jedem Fall ein schicksalsträchtiger Tag sein. Jeder fragt sich, ob sich die politische Landschaft verändern wird, weil ein Acht- oder Neun-Parteien-Parlament gewählt wird, oder ob wir feststellen müssen, dass wir mit unseren schlechten Gewohnheiten [die beiden großen Parteien zu wählen] nicht gebrochen haben. ... Es kann sein, dass sich die Europäer und der Internationale Währungsfonds drastische Reformen in Griechenland wünschen, damit das Land aus der Krise herauskommt. ... Sie wünschen sich aber keine Änderungen im bestehenden politischen System, das ihrer Ansicht nach unterstützt werden muss. Natürlich nicht, damit wir im Euro bleiben, sondern damit unsere Gläubiger nicht ihr Geld verlieren."
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Europa rettet Athen nur aus Eigeninteresse
Ein vollständiger Zahlungsausfall Griechenlands würde laut eines vertraulichen Dokuments des Internationalen Bankenverbands IIF mehr als eine Billion Euro kosten. Diese Warnung ist unmittelbar vor der Frist am Donnerstagabend öffentlich geworden, bis zu der private Gläubiger Griechenlands erklären müssen, ob sie am Schuldenschnitt teilnehmen. Das zeigt nach Ansicht der konservativen Wirtschaftszeitung Naftemporiki die fehlende Solidarität Europas: "Sie sind bereit am Schuldenschnitt teilzunehmen, aber nur, damit nicht die gesamte Euro-Zone zusammenbricht. Sie haben uns verschwiegen, dass eine ungeordnete Insolvenz eine Billion Euro kosten würde. Das heißt schlicht und ergreifend: Sie sind an einer Rettung dieses Landes nur deshalb interessiert, weil es mehr kostet wenn es stirbt, als wenn es am Leben bleibt. … Seien wir also ehrlich. … Nie war jemand aus Solidarität an der Rettung Griechenlands interessiert."
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Schuldenschnitt bringt Griechen nichts
Griechenland soll mit dem am vergangenen Mittwoch beschlossenen Schuldenschnitt seine Verschuldung von derzeit 160 Prozent des Bruttoinlandsprodukts auf 120 Prozent im Jahr 2020 reduzieren. Da die Verschuldung Griechenlands bereits im Jahr 2009 bei 127 Prozent lag, fragt sich die konservative Wirtschaftszeitung Naftemporiki, warum man nun zehn Jahre lang Maßnahmen unternehmen soll, um auf denselben Schuldenstand zu kommen wie zur Zeit, als Griechenland das erste Mal um internationale Hilfe bitten musste: "Waren die getroffenen Entscheidungen etwa falsch? Die Zahlen und Fakten sprechen leider dafür. ... Die Arbeitslosigkeit hat mittlerweile 20 Prozent erreicht. Bis zum kommenden Sommer werden vermutlich weitere 183.000 Unternehmen schließen. Außerdem werden die Renten und Löhne weiter schrumpfen und die Bürger überdurchschnittlich hoch besteuert. Doch brauchen wir all das wirklich, um im Jahr 2020 wieder das Niveau von 2009 zu erreichen? ... Diese Entscheidungen geben nun jedem Bürger das Recht, das 'beschädigte politische System' zu verurteilen. ... Wir brauchen klare Worte und klare Lösungen."
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