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Ginori, Anais


In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


La Repubblica - Italien | 19.08.2010

Abschiebung dient Wahlkampf

Die Abschiebung der Roma dient dem französischen Präsidenten Nicolas Sarkozy als Kampagne für die Präsidentschaftswahlen 2012, meint die linksliberale Tageszeitung La Repubblica: "Alles begann im Juli mit Ausschreitungen zwischen Polizisten und der Sinti-Gemeinde von Saint-Aignan. Die Regierung erklärte den Roma den Krieg und begann mit Kontrollen in den Lagern. Was wie ein Vorwand wirkte, ist jedoch Teil einer langfristig vorbereiteten Strategie. Kurz darauf, diesmal anlässlich von Unruhen in Grenoble, sprach Sarkozy von der Möglichkeit, Franzosen ausländischer Herkunft, die sich etwas zu schulden kommen lassen, die Staatsbürgerschaft zu entziehen. Der Präsident ist fest entschlossen, die Sicherheit ins Zentrum der politischen Debatte zu rücken. ... Er hat es nicht nötig, auf Kritik zu reagieren. Die Umfragen sind auf seiner Seite. Er ist überzeugt, dass er auf diese Weise die rechte Wählerschaft zeitig genug für die Wahlen 2012 mobilisieren kann."

La Repubblica - Italien | 01.08.2008

Ja zur EU-Reform

Der EU-Reformvertrag ist vom italiensichen Parlament angenommen worden. Die Tageszeitung La Repubblica begrüßt die einstimmige Ratifizierung des Lissabonner Vertrags im italienischen Abgeordnetenhaus: "Die EU-skeptische Lega Nord, die im Wahlkampf bezüglich der Ratifizierung auf eine Volksabstimmung pochte, hat sich der Mehrheit und der Opposition angeschlossen. ... Die italienische Zustimmung ist mit großer Erleichterung in Europa aufgenommen worden. ... Der Vertrag ist die einzige Möglichkeit, den Prozess der europäischen Integration, der mit dem Scheitern des Projektes der EU-Verfassung auf Grund der Ablehnung seitens Frankreichs und der Niederlanden 2005 gestoppt wurde, wieder anzukurbeln. Und zu Zeiten, in denen Italien meist Vorwürfe und Mahnungen von der EU erntet, tut die einstimmige Absegnung gut."

La Repubblica - Italien | 18.06.2008

Weniger Soldaten, mehr Überwachung

Die italienische Tageszeitung La Repubblica sieht die geplante Umstrukturierung der französischen Armee vor allem als Veränderung der Prinzipen: "Weniger Soldaten, mehr Überwachung. Eine flexible und effiziente Verteidigungskraft, die auf die neue Bedrohung, nicht mehr nur auf Krieg, sondern auf Terrorismus, antworten kann, das ist das neue Heer von Nicolas Sarkozy. ... Die Entscheidung bringt keine große Veränderung auf praktischer Ebene, wohl aber im Bereich der Prinzipien. ... Sarkozy sieht nicht nur im eigenen Land mehr Überwachungstechnik für das Militär vor, sondern fordert die EU auf, eine Armee von 60.000 Soldaten ins Leben zu rufen, ein kleines Heer, das die Europäer dazu befähigt, gemeinsam zu handeln, und in jedem Winkel der Union bei Krisen auch über einen längeren Zeitraum aktiv zu sein."

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