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Godeau, Rémi
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Frankreich sollte Verhältnis zu Afrika erneuern
In Nizza findet derzeit der Frankreich-Afrika-Gipfel statt. Aus strategischen Gründen sollte Frankreich auf gute Beziehungen zu seinen ehemaligen Kolonien setzen, meint die Tageszeitung L'Est Républicain: "Der Staatschef hat unaufhörlich eine 'gleichberechtigte und transparente Partnerschaft' angepriesen. ... Aber die Rede von der Normalisierung klingt so hohl wie ein Kürbis. ... So als wäre der Überpräsident, der keine Komplexe mit der Geschichte hat, nicht in der Lage, das koloniale Erbe aufzulösen und die immer noch zweideutigen Beziehungen zwischen Paris und seinen Exkolonien zu verbessern. Wird der Frankreich-Afrika-Gipfel einer der Erneuerung sein? Er ist auf Wirtschaft ausgerichtet und wurde um die Giganten Nigeria und Südafrika erweitert. Umso besser. Es wäre widersprüchlich, wenn Frankreich ausgerechnet zu dem Zeitpunkt auf ein gemeinsames Schicksal verzichtet, an dem China und Indien in Afrika den Kontinent der Zukunft sehen, der jung sowie reich an Ressourcen ist und Wachstum verspricht."
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Sarkozy in Versailles
Am heutigen Montag spricht der französische Präsident Nicolas Sarkozy als erster Staatschef in der Geschichte Frankreichs im Schloss von Versailles vor beiden Kammern des Parlaments. Die Tageszeitung L'Est Républicain kommentiert: "Seit 1875 hat kein Präsident mehr direkt vor den Abgeordneten gesprochen. De Gaulle hat davon geträumt, Sarkozy tut es. Sarkozy der Erste wird also als Majestät sprechen. Das an audiovisuelle Kämpfe gewöhnte Fernsehkind hat entschieden, den republikanischen Dekor anzulegen - mit Wachen ... und Trommelwirbel. ... Es ist unnütz, sich die Frage nach dem strategischen Interesse zu stellen. ... Nicolas Sarkozy hat keine Zeit verloren. Er schlägt aus seinem Sieg bei den Europawahlen Kapital und surft auf der Welle einer zweiten Schonfrist. Mit dieser symbolischen Intervention sättigt er wieder einmal die politische Bühne, um die Opposition besser ersticken zu können."
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