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Götzl, Erhard
Vorstandsdirektor der Linz AG i. R. und Lektor für Finanzwirtschaft an der Donau-Uni Krems
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In der europäischen Presseschau von euro|topics wurde bisher 1 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Reiche Länder brauchen keine Sparmaßnahmen
Der österreichische Nationalrat wird auf einer Sondersitzung am heutigen Mittwoch über die Beschlüsse des letzten EU-Gipfels und die Verankerung einer Schuldenbremse in der Verfassung debattieren. Doch anstelle staatlicher Einsparungen ist eine Lohnpolitik nötig, die sich an der realen Produktivität der jeweiligen Länder orientiert, meint die linksliberale Tageszeitung Der Standard: "Wir, die Österreicher und vor allem auch die Deutschen, haben Leistungsbilanzüberschüsse gegenüber den anderen EU-Ländern. Wir und die Deutschen haben also in Summe mehr produziert, als wir konsumiert und investiert haben. Wir haben also nicht über, sondern unter unseren Verhältnissen gelebt. Die Währungsunion kann aber nur dann stabil sein, wenn alle genau ihren Verhältnissen entsprechend leben. Primär nicht aus Gerechtigkeitsgründen, sondern um die Stabilität der EU zu sichern, sind in Österreich und Deutschland höhere Lohnabschlüsse zwingend nötig. Andernfalls ist ein europäisches Desaster vorgezeichnet."
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