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González, Felipe

Spanischer Regierungschef (1982-1996), Sozialist (PSOE)


In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


El País - Spanien | 30.08.2011

Euro-Anleihen können Europa retten

Der spanische Kongress stimmt am heutigen Dienstag über die Verankerung einer Schuldengrenze in der Verfassung ab. Der ehemalige sozialistische Premier Felipe González unterstützt das Vorhaben in der linksliberalen Tageszeitung El País und fordert weitere Maßnahmen: "Man darf die Schuldenbremse nicht nur in Spanien anwenden, sondern muss sie auf die gesamte EU ausweiten, vor allem auf die Euro-Zone. Doch diese notwendige Voraussetzung reicht noch nicht, um eine Wirtschaftsregierung zu garantieren, die bislang weder in Europa noch in den USA funktioniert. Europa darf nicht immer nur die Feuerwehr spielen, die erst in letzter Minute den Brand löscht. Im Prinzip zweifelt keiner mehr daran, dass man bei einem grenzenlosen Binnenmarkt mit einheitlicher Währung auch die Wirtschafts- und Finanzpolitik der einzelnen Mitgliedstaaten koordinieren muss. Wir dürfen weder mehr Zeit verlieren noch notwendige Maßnahmen wie die Ausgabe von Euro-Anleihen weiter hinauszögern. Sonst blutet die Euro-Zone Land für Land aus und das gemeinsame Haus Europa stürzt ein."

El País - Spanien | 17.09.2008

Felipe González über die internationale Finanzkrise

Der ehemalige spanische Regierungschef Felipe González analysiert in der Tageszeitung El País die internationale Finanzkrise: "Ein Jahr nach dem Beginn der Krise des Finanzsystems in den USA und der schnellen Ansteckung anderer zentraler Regionen stehen wir noch immer ohne Diagnose und somit auch ohne Therapie da. ... Es ist eine merkwürdige Krise, die es schwierig macht, auf sie auch nur mit einer minimalen Kohärenz zu reagieren. Bisher hat sie lediglich die verbreitete Annahme ausgeräumt, dass der Markt alles und alleine regeln kann. ... Spaßhaft, aber in vollem Ernst, könnte man sagen, dass der Kapitalismus jetzt nicht mehr dem Kommunismus gegenübersteht, weil dieser ausgestorben ist, sondern stattdessen in sein eigenes Spiegelbild blickt und dabei feststellt, dass das Bild, das er dort sieht, hässlich und außer Kontrolle ist. Über Jahre hinweg, als die Sache global gut lief - wenn auch mit vielen Problemen und haarsträubenden Ungleichheiten - waren die Blicke in den Spiegel selbstgefällig. Jetzt, da wir im Zweifel umherirren, oder vielmehr in der Gewissheit, dass etwas schief läuft, gefällt das Bild niemandem mehr. ... Mehr als zuvor brauchen wir zunächst eine gemeinsame Aktion auf der Ebene der EU, um dann ein transatlantisches Vorgehen zu koordinieren."

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