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Graw, Ansgar


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Die Welt - Deutschland | 12.10.2010

Ansgar Graw über die neue American Angst

In den USA greift Unsicherheit um sich, die die Supermacht deutlich anders auftreten lässt als im vorigen Jahrhundert, stellt Ansgar Graw in der konservativen Tageszeitung Die Welt fest: "Amerikaner haben Angst. Nicht nur vor Terroristen. Sondern auch vor dem Islam und vor Moscheen, egal ob nahe Ground Zero oder in der Provinz Tennessees. Vor der Scharia, die jene gerade einmal zwei Prozent muslimischer Amerikaner vermeintlich an die Stelle der Verfassung setzen wollen. Vor Indien, dem Freihandel und vor allem vor China. ... Amerikaner haben Angst, dass sich die Vereinten Nationen in ihre Belange einmischen. Dass die Europäer, die Deutschen voran, zu viel exportieren. Amerikaner haben Angst vor illegalen Einwanderern und vor der Wall Street. Vor Big Government und einem Staat, der sie nicht schützt. ... Die USA brauchen neue Ziele. Um vom Konsumgiganten wieder zum Exportland zu werden. Um Arbeitsplätze etwa bei erneuerbaren Energien zu schaffen. Um die Integrationskraft der Supermacht gegenüber Hispanics und Muslimen herzustellen. Die Aufgabe ist schwer. Sie muss gelöst werden, um - auch im Interesse Europas - 'the American Angst' zu überwinden."

Die Welt - Deutschland | 02.08.2010

Taliban vom Heroinhandel abschneiden

Angesichts des Rückzugs der Niederlande aus Afghanistan muss sich der Westen eingestehen, dass seine bisherigen Strategien gescheitert sind, meint die konservative Welt und fordert einen neuen Ansatz: "Weder funktionierte das ursprüngliche 'robuste' Vorgehen der USA, noch brachte der 'vernetzte Ansatz' etwa der [deutschen] Bundeswehr den Durchbruch. Das Grundproblem: Viel zu häufig ging es um die Stärkung Kabuls. Eine neue Strategie muss die Schaffung, Ausstattung und Finanzierung echter Machtzentren in den Provinzen zum Ziel haben. Taliban-Mitläufer sind in allen Regionen gezielt abzuwerben. Anstatt Mohnfelder abzubrennen, sollte die Isaf den Mohnbauern ihre Ernte zum Marktpreis abkaufen und dann vernichten. Die Taliban wären vom Heroinhandel abgeschnitten. Es gilt der Satz: Kannst du den Feind nicht besiegen, kauf ihn dir."

Die Welt - Deutschland | 06.04.2009

Atomwaffenfreie Welt birgt Gefahren

Die konservative Tageszeitung Die Welt sieht US-Präsident Barack Obamas Vision einer atomwaffenfreien Welt mit Skepsis: "Zwar wäre es (zumindest in der Theorie) denkbar, sämtliche atomaren Sprengköpfe weltweit zu verschrotten. Das Wissen aber um die Produktion von Nuklearwaffen lässt sich nicht abwracken. Und Obamas Angebot, die Teilhabe an der friedlichen Nutzung der Nukleartechnik auszuweiten, unterstreicht diesen Aspekt. Denn der Weg von der zivilen zur militärischen Atomspaltung ist kurz. ... Gefährlicher würde die Welt auch, weil der Verzicht auf die Atombombe, deren politische Logik nach Hiroshima und Nagasaki in ihrer Nichtnutzung bestand, die konventionelle Rüstung ankurbeln würde. Wo Abschreckung schwindet, wächst die Bereitschaft zum Waffengang mit Panzern, Bombern und Infanterie."

Die Welt - Deutschland | 25.04.2008

Ratifizierung ohne Diskussion?

In Deutschland hat der Bundestag dem EU-Vertrag zugestimmt, allerdings hat der CSU-Politiker Peter Gauweiler eine Klage beim Verfassungsgericht in Karlsruhe eingereicht. Ansgar Graw bergüßt den Vertrag als Schritt auf dem Weg zu einer gemeinsamen europäischen Identität: "Das Wort 'Weniger ist manchmal mehr' ist in diesem Fall keine Floskel, sondern eine Referenz an die Realpolitik und das Wollen der Menschen in Europa. Noch allerdings ist der Vertrag keineswegs unter Dach und Fach. In Irland gibt es ein Plebiszit. Und Karlsruhe wird über eine Klage des CSU-Politikers Peter Gauweiler befinden müssen. Es ist gut, dass es diese Klage gibt. Denn weil der Vertrag von Lissabon jene elementare Bedeutung für die künftige Politik hat, die ihm gestern im Bundestag von allen Parteien (mit Ausnahme der Linken) zugemessen wurde, ist es wichtig, die Frage weiterer Kompetenzverlagerungen an Brüssel gerichtsfest zu machen. Europa braucht Klarheit, um das Vertrauen der Bürger zu erringen."

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