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Greenspan, Alan


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Financial Times Deutschland - Deutschland | 31.01.2012

Alan Greenspan sieht den Kapitalismus zu Unrecht in Verruf

Die freie Marktwirtschaft hat seit ihrer Entstehung das Leben aller Menschen verbessert, meint  Alan Greenspan, der ehemalige Chef der US-Notenbank Fed in der liberalen Wirtschaftszeitung Financial Times Deutschland. Außerdem seien Habsucht und Ungleichheit keine Besonderheiten des Kapitalismus: "Während des vergangenen Jahrhunderts schuf das durch konkurrierende Märkte erzeugte Wirtschaftswachstum Ressourcen, die das für den Fortbestand notwendige Mindestmaß deutlich überstiegen. Selbst in am stärksten auf Konkurrenz ausgerichteten Volkswirtschaften wie der amerikanischen wurde dieser Überschuss größtenteils dazu genutzt, die Lebensqualität zu steigern - Fortschritte im Gesundheitswesen, höhere Lebenserwartung und damit einhergehende Rentensysteme, ein allgemeines Bildungssystem und deutlich verbesserte Arbeitsbedingungen. Einen Großteil dieses beträchtlichen Vermögensanstiegs, der durch unsere marktgetriebenen Volkswirtschaften generiert wurde, haben wir dazu genutzt, uns das zu erkaufen, was die meisten als höheres Maß an Zivilität bezeichnen würden. ... Gier und Habsucht werden mit dem Kapitalismus in Verbindung gebracht und häufig angefeindet. Aber sie sind in Wahrheit Teil der menschlichen Natur … und sie treten in allen Wirtschaftsformen auf."

Financial Times - Großbritannien | 04.08.2008

Greenspans Warnung

Alan Greenspan, der ehemalige Vorsitzende der US-Notenbank, zeichnet in der Tageszeitung Financial Times ein düsteres Bild der andauernden Bankenkrise, warnt jedoch eindringlich vor weiterer staatlicher Regulierung: "Diese Krise ist anders - ein Ereignis, das ein- oder zweimal im Jahrhundert vorkommt und aus der tief sitzenden Angst entsteht, dass bedeutende finanzielle Institutionen insolvent werden. ... Es könnte eine große Anzahl von Banken und anderen finanziellen Institutionen geben, die an den Rande der Zahlungsfähigkeit kommen und denen von Regierungen aus der Klemme geholfen werden muss. ... Die Globalisierung ist die Wurzel des beispiellosen Wachstums der weltweiten Wirtschaftsaktivität während der vergangenen Dekade. ... Die Marktwirtschaft - das ökonomische Konstrukt, auf dem dieses Wachstum beruht - wird nun für den Einbruch und den teilweisen Rückgang angeprangert. Der Grund für unsere wirtschaftliche Hoffnungslosigkeit ist allerdings der Hang der menschlichen Natur, von Furcht zu Euphorie und zurück zu schwanken, ein Zustand, den kein ökonomisches Modell ... unterdrücken konnte. ... Wir können uns gegen die Schreie der politischen Verzweiflung wehren, die die Regulierung der Wettbewerbsmärkte anraten. Es ist entscheidend, das wir dies tun. ... Die Gefahr ist, dass einige von wachsenden inflationären Kräften geplagte Regierungen ihre Kontrolle der Wirtschaft wieder geltend machen wollen. Wenn sich dies ausbreitet, könnte die Globalisierung den Rückwärtsgang einlegen - zu schrecklichen Kosten."

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