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Gursztyn, Piotr


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Rzeczpospolita - Polen | 27.04.2012

Polnische Provinz nicht totsparen

Polen erwägt, mehrere hundert Polizeidienststellen in kleinen Ortschaften zu schließen, um die gesetzlich verankerte Schuldenobergrenze von 55 Prozent am Bruttoinlandsprodukt (BIP) nicht zu überschreiten. Die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita kritisiert, dass die Kürzungen immer das ländliche Polen treffen: "Damit zieht eine weitere Institution [nach vielen Postfilialen] aus dem Landesinneren in die großen Städte. ... Polen wandelt sich zu einem Land, das nur noch aus Warschau besteht, das künstlich mit Krediten aufgebläht ist, sowie aus den größeren Städten Wrocław und Krakau, die irgendwie über die Runden kommen, und aus der Provinz, die ausstirbt ... Wenn irgendjemand von den Regierenden behauptet, dass dies ein Entwicklungsplan ist, dann ist das nur dahingesagt. Die Praxis beruht nämlich nur darauf, [Einrichtungen] zu schließen und zu liquidieren. Das macht man am besten mit denjenigen, deren Proteste niemand wahrnimmt. Denn diejenigen, die protestieren, sind ja schwach. Wer in Warschau schert sich denn um einen Protest eines Kreises oder einer Gemeinde? Dabei handelt es sich um Leute, die sowieso zum Untergang verdammt sind."

Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 12.11.2009

Regierungspartei innerlich zerrissen

Nach zwei Jahren an der Regierung ist die Bürgerplattform (PO) noch immer keine funktionstüchtige Partei, schreibt die Tageszeitung Dziennik Gazeta Prawna. Das könnte ihrem bisher großen Erfolg schaden: "Die Bürgerplattform hat zwei Jahre ihrer Regierungszeit, auf die sie so lange gewartet hat, einfach verschwendet, weil sie die Gelegenheit verpasst hat, sich in einen funktionstüchtigen Organismus umzuwandeln, der westeuropäischen Parteien ähnelt. Sie ist nach wie vor eine politische Bewegung, die nur während der Wahlkampagne aktiv ist. Einzig ihr Anführer [Premier Donald Tusk] und ihr Erfolg bei den Umfragen schweißen die Bürgerplattform zusammen. Die Diagnose des Zustands der PO ist heutzutage eine Beschreibung von Widersprüchen. Einerseits ist das Bild des inneren Zustands der Partei fatal - es handelt sich dabei um Leute, die zerstritten sind und die sich hassen. ... Andererseits ist die Plattform ein Riese auf der politischen Bühne Polens, der bereits die kommenden Präsidentenwahlen, die Kommunalwahlen und bestimmt auch die Parlamentswahlen gewonnen hat - so sieht es jedenfalls derzeit aus."

Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 06.05.2009

Es geht nur um Gas aus Russland

In der Tagezeitung Dziennik kritisiert Piotr Gursztyn die Östliche Partnerschaft und meint, dass der Westen sich nicht mehr für die Haltung Polens interessiere. Es gehe nur um russisches Gas: "Arme Partnerschaft für den Osten! Sie dürfte wohl verweisen. Alle reden zwar in positiven Tönen über sie. Doch zeigt die Liste derer, die nicht an dem EU-Gipfel in Prag teilnehmen, dass es immer weniger gibt, die sie retten wollen. Das ist wahrscheinlich der Hauptgrund, warum sich [der polnische Präsident] Lech Kaczynski nicht auf den Weg dorthin gemacht hat. Ebenso wird sich der polnische Premier Donald Tusk nicht zeigen. ... Natürlich könnte man sagen, dass der Premier nicht hingefahren ist, weil er nicht auf den Präsidenten stoßen wollte. ... Die Länder auf dem westlichen Teil des Kontinents interessieren sich überhaupt nicht mehr für unsere Meinung. Und das nur, um Gas von den Russen kaufen zu können."

Dziennik Gazeta Prawna - Polen | 05.11.2008

Überraschende Einigkeit über Euro-Referendum

Die Tageszeitung Dziennik wundert sich über die Einigkeit, mit der Regierung und Opposition in Polen ein Referendum über die Einführung des Euro durchführen wollen. "Endlich verbindet etwas die [regierende] Bürgerplattform PO und die [Oppositionspartei] PiS. ... Es ist sehr wahrscheinlich, dass sich PO und PiS auf einen Termin einigen werden. Das wird möglicherweise der 7. Juni sein, wenn die Europawahlen stattfinden. Natürlich ist das Ganze noch fraglich. Viel kann sich bis dahin noch ändern. ... Die PiS unterstützt das Referendum zwar, doch ist das für die Partei ziemlich risikoreich. Die Partei von [dem ehemaligen Regierungschef Jaroslaw] Kaczyński muss ein wenig dafür und ein wenig dagegen sein. Denn die Wählerschaft ist nicht homogen. ... Die klare Meinung der PO in dieser Frage bietet dieser Partei einen gewissen Komfort. Doch haben die letzten Umfragen ergeben, dass die Polen durch die Krise erschreckt worden sind und vielleicht gegen die Einführung des Euro stimmen könnten."

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