Bereichsmenü: Home
Home / Autorenindex
Haeck, Bart
In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Wahlkampf verdeutlicht belgische Spaltung
In Belgien wird am 13. Juni ein neues Parlament gewählt. Im Wahlkampf spielt das Thema Wirtschaft aber nur in der niederländischsprachigen Region Flandern eine Rolle, bedauert die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Die Regierung, die nach dem 13. Juni antritt, muss unpopuläre Entscheidungen treffen, ob sie will oder nicht. Ohne schmerzhafte Einschnitte wird das nicht gehen. Je deutlicher die Parteien darüber sind, wie sie diese undankbare Aufgabe in Angriff nehmen wollen, desto besser informiert kann der Wähler über die wirtschaftliche und soziale Erholung mitentscheiden. Leider gilt das nur für diese Seite der Sprachgrenze. ... Dass die französischsprachigen Politiker ihre Wähler nicht auf schlechte Nachrichten vorbereiten wollen oder das nicht wagen, ist besonders beunruhigend. Das führt zu einem Wahlkampf der zwei Geschwindigkeiten: Auf der einen Seite der Sprachgrenze vollzieht sich eine schmerzhafte aber notwendige Suche nach 22 Milliarden Euro, auf der anderen Seite ist es noch immer 'tout va bien, madame la marquise' [optimistisches französisches Lied aus den 1930er Jahren]."
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Innenpolitik, » Wirtschaftspolitik, » Belgien
Europäischer Währungsfonds braucht Druckmittel
Mehrere europäische Staaten haben vorgeschlagen, nach dem Vorbild des Internationalen Währungsfonds (IWF) ein europäisches Pendant einzurichten, um Probleme wie mit Griechenland zu verhindern. Doch so ein EWF sei ohne politische Druckmittel überflüssig, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Die Kernfrage bleibt: Was tut man, wenn ein europäisches Land findet, dass es über seine Verhältnisse leben kann? Die Erfahrung lehrt, dass es darauf nur eine Antwort gibt: Wenn eine Regierung die schlechte Nachricht ihren Wählern nicht beibringen will, dann machen das die Finanzmärkte. Erst zu diesem Zeitpunkt wird getan, was nötig und unvermeidlich ist. Und das ist genau die Rolle, die auch der IWF dann spielt. Er gibt Geld im Tausch für unpopuläre Reformen. Der Druck der Finanzmärkte und der IWF sind zurzeit das Beste, was es gibt. Wenn ein Europäischer Währungsfonds nicht an eine engere politische Zusammenarbeit in der Eurozone gekoppelt ist, ist er nur eine schlechte Kopie des Originals. Und das macht ihn sofort überflüssig."
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Finanzpolitik, » Finanzmärkte, » Europa
Krise ist noch nicht vorbei
Der wichtigste belgische Aktienindex Bel20 hat am Mittwoch zum siebten mal in Folge starke Verluste hinnehmen müssen. Das sei ein Zeichen dafür, dass die Krise noch nicht überwunden ist, meint die Wirtschaftszeitung De Tijd: "Eine Wirtschaft läuft wie ein Vierzylindermotor: Der Staat, die Unternehmen, die Verbraucher und das Ausland. Bisher waren die letzten drei Zylinder so gut wie ausgefallen, und vor allem der Staat hielt die Wirtschaft am Laufen. Das kann er jedoch nicht jahrelang tun und noch mehr Schulden anhäufen. Die Frage, die sich aufdrängt ist: Wer übernimmt? ... Die Verbraucher? Die Arbeitslosigkeit steigt und wird vielleicht bleiben. ... Die Unternehmen? Viele machen wieder Gewinne. Aber das gelingt nur durch die Senkung von Kosten, und nicht weil sie mehr Produkte oder Dienste verkaufen. ... Das Ausland? Der Rest von Europa ist auch nicht raus aus den Problemen. ... Selbst der klassische Retter der Weltwirtschaft, der US-amerikanische Verbraucher, ist nicht mehr das, was er einmal war. ... Die hässliche Wahrheit ist, dass wir die Krise noch nicht verdaut haben."
» zum ganzen Artikel (externer Link, niederländisch)
Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Unternehmen, » Verbraucher, » Wirtschaftspolitik, » Finanzmärkte, » Belgien, » Global