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Hoffmann-Ostenhof, Georg
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Georg Hoffmann-Ostenhof sieht keinen Rechtsruck in Europa
In Ungarn ist seit 2010 der rechtskonservative Premier Viktor Orbán an der Macht und im französischen Präsidentschaftswahlkampf erzielt die rechtsextreme Kandidatin Marine Le Pen gute Umfrageergebnisse. Europa erlebt trotzdem keinen Rechtsruck, meint der Journalist Georg Hoffmann-Ostenhof im Nachrichtenportal Profil Online: "Es bedarf somit weniger der Erklärung eines Rechtsrucks als umgekehrt der Analyse, warum dieser trotz tiefer Wirtschaftskrise bislang nicht stattgefunden hat. Ein Grund dafür ist sicher, dass das so effektive Feindbild Islam seit dem arabischen Frühling an Glanz verloren hat. ... Auch der Hass auf Europa ist nicht mehr das, was er einmal war. Zumindest vorläufig ist das Zerbrechen der Union verhindert worden. ... Und die Erkenntnis, dass ein Ende von Euro und EU alle furchtbar teuer kommen würde, setzt sich zunehmend durch. Keine gute Entwicklung für den Rechtspopulismus, der seit jeher gegen Brüssel mobilisiert. Natürlich muss man immer 'den Anfängen wehren', wie mehrfach ... eingemahnt wurde. Die Demokratie zu verteidigen, gilt es ebenso - wahrscheinlich jedoch weniger gegen einen Vormarsch der Rechten als gegen die Indolenz und Verkommenheit, gegen den haltlosen Opportunismus und die Unkultiviertheit der politischen Mitte."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » EU-Politik, » Weltanschauung, » Wahlen, » Europa
Georg Hoffmann-Ostenhoff über die Aktualität von Lenin
Im Jahr 2011 begehrten nicht nur in der arabischen Welt, sondern auch in Russland, China und dem Westen zahlreiche Menschen gegen die herrschenden Verhältnisse auf. Diese Entwicklung wird sich im neuen Jahr fortsetzen, sagt Georg Hoffmann-Ostenhoff im Nachrichtenportal Profil Online voraus: "Wie es aussieht, verbinden sich dabei die neuen Bewegungen der Internet-Generation mit traditionellen Kampfformen. Das Gefühl der Empörung über die ungerechten Verhältnisse und die so abgehobene Politikerkaste kombiniert sich mit ganz konkreten Abwehraktionen gegen Attacken auf den Lebensstandard und auf die sozialen Sicherungssysteme. Lenin hat einmal definiert: Eine revolutionäre Situation sei dann gegeben, 'wenn die unten nicht mehr wollen und die oben nicht mehr können'. Das passt gut auf die arabische Welt. ... Aber auch im entwickelten Westen sind die Herrschenden zunehmend ratlos und die Beherrschten zunehmend wütend. Revolutionen sind da zwar gewiss keine in Sicht. Aber sicher ist auch, dass wir uns in einer Wendezeit befinden. Ebenso klar zeichnet sich ab: Neben den Staatskanzleien und Regierungen einerseits und den Börsen und Banken andererseits - also neben der Politik und den Märkten - hat ein dritter Spieler an Bedeutung gewonnen: die Straße. Und die ist gescheiter denn je."
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Georg Hoffmann-Ostenhof über den Nutzen von Schulden
Mit Blick auf den Euro-Rettungsschirm wurde vergangene Woche in einem Artikel des Economist darauf hingewiesen, dass das deutsche Wort Schulden von Schuld abstamme. Der Leiter des Ressorts Außenpolitik der Wochenzeitung Profil, Georg Hoffmann-Ostenhof, warnt vor einer quasireligiösen Verdammung des Schuldenmachens: "Schulden sind nicht gleich Schulden. Wird das aufgenommene Geld nicht verplempert, sondern halbwegs sinnvoll verwendet, dann sind die neuen Generationen Hauptnutznießer. ... Natürlich muss der Staatsschuldenberg mit der Zeit abgetragen werden. Aber die religiös gefärbte, ängstliche Sparobsession, das Verharren der Wirtschaftspolitik einiger Länder im Spannungsverhältnis von Schuld und Sühne haben die europäische Krise nur verschärft und einen Totalabsturz in den Bereich des Denkbaren gerückt. Was braucht es also? Weniger Moral. Mehr Mut. Und eine kräftige Säkularisierung der Ökonomie."
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