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Horváth, Aladár
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Aladár Horváth über Obama und die ungarischen Roma
In der liberalen Wochenzeitung Heti Világgazdaság macht sich der Präsident der Stiftung für die Bürgerrechte der Roma, Aladár Horváth, Gedanken über die Auswirkungen der Wahl von Barack Obama zum US-Präsidenten auf die ethnische Minderheit der Roma. "Unter den Mitgliedern der ungarischen Roma-Minderheit wird dieser Tage vor allem eine Frage gestellt: Ist es vorstellbar, dass einmal einer von ihnen an der Spitze des Staates stehen wird? ... Den unzähligen armen Roma-Kindern könnte der glänzende Erfolg von Obama jedenfalls Hoffnung geben: Yes, we can. ... Es gelingt nur wenigen potenziellen Obamas, aus der engen, abgeschotteten Welt der Roma-Ghettos auszubrechen. ... Ein künftiger Barack wird wohl eher aus jenen ambitionierten Roma-Familien kommen, die in der Mehrheitsgesellschaft haben Fuß fassen können und ihre Kinder in die Schule schicken. ... Die jungen Roma-Politiker und Roma-Intellektuellen sind heute noch zu schwach, um die dicken Mauern der sozialen und rassistischen Ausgrenzung zu durchbrechen. ... Obama könnte aber vielleicht bewirken, dass sich der politische Diskurs in Ungarn in Bezug auf die Roma verändert. Doch wann werden die wechselseitige Angst, das Elend und die durch Ausgrenzung bedingte Gewalt endlich vorbei sein? Denn es geht hier um Menschenleben, Menschen!"
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Ungarische Roma im Elend
In der Monatszeitschrift Mozgó Világ zeichnet der Präsident der Stiftung für die Bürgerrechte der Roma, Aladár Horváth, ein düsteres Bild der Situation vieler ungarischer Roma. "Ein Teil der 600.000 bis 800.000 Roma in Ungarn ist heute schlechthin außerstande, mit der Gesellschaft Schritt zu halten. Dazu zählen die Ärmsten, sprich diejenigen, die in Ghettos ein Dasein fristen und die gleichsam jenseits der Gesellschaft leben. Für diese Menschen gibt es keinen Weg zurück. ... Sie sind der Bodensatz der ungarischen Gesellschaft. Wir sprechen hier etwa von 300.000 Menschen. ... Diese Roma waren einst in der Landwirtschaft und Industrie als Hilfsarbeiter beschäftigt. Zur Zeit der politischen Wende 1989/90 verloren sie ihre Arbeit und rutschten in jenes Elend ab, aus dem sie nicht mehr herauskommen. ... Die Lebenserwartung dieser Menschen ist um 15 Jahre niedriger als jene der ungarischen Durchschnittsbevölkerung - 55 bis 60 Jahre. Diese Menschen sind bereits in dritter Generation ohne Arbeit. Es ist die schreckliche Welt einer Existenz auf Sozialhilfe. Die Folge ist die totale emotionale und moralische Verwahrlosung."
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