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Humbeeck, Hubert van
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Hubert Van Humbeeck über Europas Bedeutungsverlust
Nach dem Fall der Mauer vor 20 Jahren habe sich Europa verändert und in der Welt an Einfluss verloren. Um Einfluss zurückzugewinnen, müsse es mehr mit anderen Weltregionen zusammenarbeiten, meint Hubert van Humbeeck in seinem Blog auf der Webseite des Wochenmagazins Knack: "Es war nicht nur eine Diktatur zusammengebrochen, sondern auch ein Gesellschaftssystem. Zugleich öffnete sich das Tor zu einer politisch weniger stabilen Welt. Eine Welt, um die man sich mehr sorgen muss. Zwanzig Jahre später muss man noch abwarten, ob sich mit Barack Obama eine neue, multipolare Weltordnung etablieren kann. Und es ist undeutlich, welche Rolle Europa darin spielen kann. Für aufstrebende Großmächte wie China und Indien ist der alte Kontinent nicht mehr so wichtig. ... Niemand konnte vor 20 Jahren vorhersagen, dass Deutschland von einer Frau geführt werden würde, die in der Deutschen Demokratischen Republik aufgewachsen ist. Oder dass der Vorsitzende des Europäischen Parlaments aus Polen kommen würde. Aber wenn er nicht aufpasst, dann trottet der alte Kontinent nur noch am Rande mit. Wenn er weiter eine Rolle spielen will, hat er keine andere Wahl, als sich anzustrengen und zusammenzuarbeiten."
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Etablierte Parteien tolerieren radikale Rechte
Auf Einladung der britischen Rundfunkanstalt BBC ist der Chef der rechtsextremen Partei British National Party (BNP) Nick Griffin am vergangenen Wochenende in der Talkshow Question Time aufgetreten. Ob die BBC Griffin ein Forum geben darf, wurde zuletzt kontrovers diskutiert. Das Wochenmagazin und Nachrichtenportal Knack meint, das Problem liege eher bei den etablierten Parteien: "Ältere und sozial-schwache Menschen fühlen sich bedroht und im Stich gelassen und sind daher empfänglich für Parteien, die aus ihrem Unbehagen Profit schlagen. Das Drama ist, dass sie bei solchen Leuten wie Griffin oder [dem niederländischen Rechtspopulisten Geert] Wilders landen. Radovan Karadžić steht in Den Haag vor Gericht, weil er diese Art der Ideologie in die Praxis umsetzte, die auch die beiden Herren verkünden. Die Frage ist daher auch nicht, ob die BBC 'Nazi Nick' das Wort geben darf, sondern warum die traditionellen Parteien ein Problem, das meilenweit gegen den Wind stinkt, so lange haben verrotten lassen."
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Barroso hat kein Projekt für Europa
Das Wochenblatt und Nachrichtenportal für Politik und Meinung, Knack, bezweifelt, dass eine zweite Amtszeit des derzeitigen Kommissionspräsidenten gut für Europa wäre: "José Manuel Barroso hat kein Projekt für Europa. Daher ist es schade, dass die Christdemokraten keinen Kandidaten aufstellten, der glaubwürdiger für die Union plädieren kann. Man versuche nur, die Belgier in diesen Tagen vom guten Sinn der europäischen Zusammenarbeit zu überzeugen. Auf der einen Seite tun die Niederlande alles, um den Vertrag zur Vertiefung der Schelde [und damit der Erweiterung des Antwerpener Hafens] nicht auszuführen. Auf der anderen Seite kauft Deutschland Arbeitsplätze bei Opel auf Kosten von - unter anderem - der Fabrik in Antwerpen. Wichtiger als der Grabenkrieg um die Pöstchen in Brüssel ist das Referendum in Irland Anfang Oktober. ... Der Vertrag [von Lissabon] muss Europa funktionstüchtiger machen. Stärker. Obwohl viele europäische Politiker nicht den Eindruck erwecken, dass ihnen das wirklich wichtig ist. Und Barroso ist sicher nicht der Mann, der sie auf andere Gedanken bringt."
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