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Ion, Raluca
In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Junge Talente nicht demütigen
Ein rumänischer Sender hat am Wochenende in der Fernsehshow Rumänen haben Talent den 15-jährigen Jungen Narcis Iustin Ianău entdeckt. Ianău ist ein ungewöhnlicher Countertenor, doch trotz seiner Begabung hatte es der Schüler bislang nicht einfach, schreibt die Tageszeitung Gândul: "In der Sendung erzählte Narcis, dass ihn die anderen Schüler ausgelacht und gesagt hätten, er habe eine Stimme wie ein Mädchen. Da ihn niemand ermutigt habe, habe er sich selbst Mut zugesprochen. ... Ein sehr guter Schachspieler wird in Rumänien von seinen Kollegen in der Regel Pauker genannt, ein außergewöhnlicher Musiker in seinem Wohnblock bestenfalls als komischer Typ angesehen und eine muskulöse Sportlerin im täglichen Umgang als 'Mann-Weib' gehänselt. Wenn die Rumänen etwas politisch korrekter wären, wüssten jene, die junge talentierte Menschen kennen, dass sie niemand zwingt, die Talente zu bewundern. Man darf sie nur nicht demütigen. Menschen, die außergewöhnlich sind, führen oft ein sozial schwieriges Leben, so wie Narcis, bis er ein ganzes Land zum Staunen brachte."
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Sony verabschiedet revolutionären Walkman
Nach 30 Jahren hat der japanische Elektronikkonzern Sony die Produktion seines Walkmans für Kassetten eingestellt. Die Tageszeitung Gândul erinnert an das revolutionäre Gerät: "Im Gegensatz zum iPod von heute hatten die Walkmen, die in den 1990er-Jahren Einzug in Rumänien hielten, nichts cooles an sich: Sie sahen schrecklich aus, hatten ein hohes Gewicht, doch sie spielten Musik ab und das machte einen glücklich. Dieses Gerät, das heute - würde man es noch zu Hause finden - weggeworfen würde, ... hat ein für alle Mal die Art des Musikhörens verändert. Es wurde 1978 vom Ingenieur Nobutoshi Kihara für den Sony-Mitbegründer Akio Morita entworfen, der auf langen Flügen über den Pazifik Opern hören wollte. Er war der erste Glückliche, dann folgte der Rest der Welt: 200 Millionen Walkmen wurden in knapp 31 Jahren verkauft. Und dank dieses alten Apparats versüßt man sich heute - wenn man mit dem iPod in der Tasche über die Straße läuft - die Einsamkeit."
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Rumänischen Nationaldichter heilig sprechen
Ein rumänischer Schriftstellerverein hat die orthodoxe Landeskirche aufgefordert, den Nationaldichter Mihai Eminescu heilig zu sprechen. Er gilt als der bedeutendste rumänische Dichter des 19. Jahrhunderts. Als Ikone würde er vielleicht nicht mehr nur gefeiert, sondern auch wieder gelesen, meint die Tageszeitung Gândul: "Nachdem tausende Literaturkritiker und Rumänischlehrer Eminescu zum 'Abendstern der rumänischen Poesie' gemacht haben, zum 'National- und Universaldichter', zum 'unvergleichbaren Poeten', zum 'einzigartigen Genie', ... ist es gar nicht befremdlich, ihn nun zu einem Heiligen zu machen. ... Gut, das Image Eminescus in Rumänien hat sowieso keinen Bezug zur Realität. Aber wenn wir ihn heilig sprechen, wüssten wir immerhin mit Sicherheit, dass ihn jemand im Land lesen würde. An einem Kalendertag würden die Priester die Bücher öffnen und tausende fromme Menschen könnten Strophen aus dem 'Abendstern' hören, dem am meisten gefeierten und am wenigsten gelesenen Gedicht. Zurzeit liest ihn sowieso niemand, es sind nämlich alle damit beschäftigt ihn zu loben. Oder ihn zu beleidigen, wie es einige junge Intellektuelle tun, die es satt haben zu hören, wie genial das Genie des Karpaten-donauländisch-pontischen Raums war."
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Sogar Papst setzt auf Blogs
Über 700.000 Rumänen lesen regelmäßig Blogs, hat eine Internetnutzererhebung ergeben. Die Tageszeitung Gândul schaut, wer noch auf Blogs setzt: "Selbst der Papst in Rom betrachtet heutzutage Blogs als 'Geschenk an die Menschheit' und empfiehlt den Priestern auch Multimediamittel zu nutzen, um den Gläubigen den Weg, die Wahrheit und das Leben zu verkünden. Mehr noch: Er will, dass die Priester bereits im Theologieseminar lernen, wie man im Blog predigt. ... Und auch das ist wichtig: Ist der Blog gut gemacht, bringt er Geld. Die [Online-Zeitung] Huffington Post hat als Blog begonnen, jetzt hat sie eine Webseite, 89 Angestellte und 3.000 geladene Blogger, darunter Barack Obama, Hillary Clinton und Madonna. Die Webseite hat im vergangenen Jahr rund 16 Millionen Dollar eingenommen und laut Medienanalysten einen Wert von 100 bis 200 Millionen Dollar. ... Doch die kleinsten Blogger schreiben, schreiben, schreiben, um vorwärts zu kommen. Sie träumen von einem Vermögen, das durch ihren Blog entsteht. Selbst wenn das nicht passiert, immerhin liest sie jemand."
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