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Ippolito, Luigi


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Corriere della Sera - Italien | 29.07.2011

Waffen lösen Libyen-Konflikt nicht

Der Militärchef der libyschen Aufständischen, Abdel Fattah Junes, ist am Donnerstag unter noch ungeklärten Umständen getötet worden. Das zeigt einmal mehr, dass der Westen den libyschen Machthaber Muammar al-Gaddafi militärisch nicht stürzen kann, meint die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera: "Neun plus neun macht im Fall Libyen Null. Neun Milliarden von der Nato, um Gaddafi abzusetzen, neun Milliarden vom Machthaber, um standzuhalten. ... Mit dem Ergebnis, dass Gaddafi gute Chancen hat, in seinem Land zu bleiben. Nach viereinhalb Monaten und dem Rückzug der USA, der die Unzulänglichkeit der Europäer offenbarte, ist offenkundig, dass das politische Ziel nicht nur mit Waffen erreicht werden kann. Die europäischen Regierungen haben den Kompromiss eines im Land bleibenden Gaddafi ohne Macht erwogen. Wie auch immer man über diese Kehrtwende denken mag, wenn ein noch irgendwie ehrenhafter Ausweg gefunden werden soll, dann ist es jetzt an der Zeit. Neun plus neun gleich Null droht zu einer für alle untragbaren Gleichung zu werden."

Corriere della Sera - Italien | 21.06.2010

Tragödie von Katyn ohne Effekt

Der von Präsidentschaftskandidat Jarosław Kaczyński erhoffte Katyn-Effekt ist nicht eingetreten, schreibt die liberal-konservative Tageszeitung Corriere della Sera, zum Glück für Europa: "Die Schwächung von Jarosław Kaczyński ist eine gute Nachricht für Europa. Warschau wird aufhören, gegen die Europäische Gemeinschaft zu rudern, wie es der [bei Katyn verunglückte] Präsident Lech Kaczyński getan hatte, der bis zum letzten Moment versuchte, Sand ins Getriebe des Lissabon-Vertrags zu streuen. Es ist zudem eine gute Nachricht für die europäisch-russischen Beziehungen. Mit ihrer antirussischen Haltung haben die Brüder Kaczyński einen Keil zwischen die EU und den Kreml getrieben. Selbst die Erinnerungsfeier an das Massaker von Katyn vor zwei Monaten mit ihrem tragischen Ende war im Grunde eine 'Alternative' zu der Gedenkfeier, der nur wenige Tage zuvor der polnische Premier Donald Tusk und sein Amtskollege Wladimir Putin beigewohnt hatten. ... Ein liberaler Sieg in Warschau wird zur Entspannung der Atmosphäre des Kontinents bis zum Ural beitragen."

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