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Izquierdo, Antonio
In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Antonio Izquierdo über positive Effekte von Migration
Laut einer am Wochenende veröffentlichten Studie des Gewerkschaftsverbands CCOO verlassen erstmals seit Jahrzehnten mehr Ausländer Spanien als einwandern. Auch Spanier suchen zunehmend im Ausland Arbeit, zugleich kehren auch viele wieder in ihre Heimat zurück. Migration bereichert eine Gesellschaft, meint der Journalist Antonio Izquierdo in der linken Tageszeitung Público: "Die Krise kann uns auch dabei helfen, die Migration als etwas Normales zu begreifen, das der Gesellschaft zugute kommt. Man muss den Migranten wertschätzen und seine Rechte hier wie da verteidigen, anstatt ihn wie einen Gescheiterten oder Minderwertigen zu behandeln. Denn eine Gesellschaft, die sich durch Migration erneuert, hat mehr Zukunft als eine, die im eigenen Saft schmort. Eine reife Gesellschaft ist in der Lage, sich anderen zu öffnen und sie anzuerkennen. Deshalb ist es in diesen Zeiten des Austausches die Hauptaufgabe der Migrationspolitik festzustellen, wer geht und wer kommt, und vor allem, warum Migranten ein- und auswandern."
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Debatte um Identität ist Irrweg
Der französische Präsident Nicolas Sarkozy hat in seinem Land eine Debatte über die französische Identität begonnen und die Frage, wie sich Immigranten in die Gesellschaft einfügen sollen. Der Soziologie-Professor Antonio Izquierdo bezweifelt in der linken Tageszeitung Público die Grundlagen dieser Debatte: "[Sarkozy] bittet die Bürger darum auszusuchen, welche Werte die französische Identität definieren. Der Zweck dieser Diskussion besteht darin, den Inhalt des Integrationsvertrages zu bestimmen, den die Einwanderer unterschreiben müssen. Implizit erklärt man damit, dass die Eingliederung der Ausländer nicht funktioniert hat, und dass der Grund dafür darin besteht, dass diese die grundlegenden Symbole nicht kennen. Das Ziel besteht darin, der Integration ein kulturelles Vorhängeschloss hinzuhängen. Die Debatte ist ein Irrweg, denn es gibt keine einheitliche französische Zugehörigkeit und auch keine einheitliche Identität der Immigranten. In der Wirklichkeit sind die Identitäten vielfältig und sie werden nicht erzwungen, sondern sie werden gewählt. Außerdem haben die Werte ein Verfallsdatum."
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