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Kenny, Mary
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Iren ertragen Reformen ohne Proteste
Während in Frankreich fast regelmäßig bis zu drei Millionen Menschen gegen Sozialreformen und schlecht vermittelte Politik demonstrieren, nehmen die Iren Reformen und Korruption mit wachsendem Unmut, doch ohne Protest hin. Diese Haltung hat leider tief verankerte, gesellschaftliche Gründe, beobachtet die konservative Tageszeitung Irish Independent: "Unschöne Beispiele, wie auf Kosten des Steuerzahlers auf großem Fuß gelebt wird, sind in Irland nicht unbekannt. Und obwohl sie zu Ärger, bitterer Kritik und gegenseitigen Schuldzuweisungen führen, so geschieht das doch selten auf dem Niveau von revolutionärem Klassenhass. ... Am Ende ist Irland noch immer eine in sich stark vernetzte Gesellschaft. Jemand mag gegen die überbezahlten Bürokraten im Staatsdienst wüten - und dann könnte er sich daran erinnern, dass er einen sehr netten Cousin hat, der in diese Kategorie gehört. Er mag den öffentlichen Dienst hassen oder die Banker oder die Politiker, aber er wird sich mit großer Sicherheit daran erinnern, dass ihn das Räderwerk seines eigenen Familien- und Freundesnetzwerks mit vielen dieser Leute verbindet."
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Internet macht Iren unfreundlich
Wie der ständige Gebrauch von Computer und Internet zu Verdummung und mangelnder sozialer Kompetenz führen kann, analysiert ein neues Buch von Nicholas Carr. Möglicherweise ist diese Entwicklung in Irland besonders spürbar, sorgt sich Mary Kenny in der konservativen Tageszeitung Irish Independent: "Es gibt jetzt eine Distanziertheit, die nicht zur irischen Kultur gehört. Besonders in Dublin, das nach meiner Erfahrung heute eine sehr unfreundliche Stadt ist. Das alte Dubliner Geplauder gibt es nicht mehr. Heute checked man in Dublin in einem günstigen Hotel ein und wird behandelt, als sei man eine Nummer auf dem Bildschirm. Effizient, aber selten mit Menschlichkeit. Es ist offensichtlich, was vor sich geht. Die Menschen sind so beschäftigt mit Maschinen zu hantieren, dass sie sich nicht richtig auf andere Menschen konzentrieren. An öffentlichen Orten … hat beflissenes Schweigen den freundlichen Austausch ersetzt. Obwohl das digitale Phänomen überall ist, sind die Veränderungen in Irland vielleicht deutlicher zu spüren, weil es berühmt war für seine Freundlichkeit, seine soziale Kompetenz."
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Mehr aus der Presseschau zu den Themen » Alltagskultur, » Onlinemedien, » Wissenschaft / Forschung, » Irland, » Global
Briten debattieren um Strafmündigkeitsalter
Wenig hat die britische Öffentlichkeit so aufgebracht wie der Mord an dem zweijährigen James Bulger 1993 durch zwei zehn Jahre alte Jungen. Einer der Täter hat jetzt nach seiner achtjährigen Sicherungsverwahrung eine Straftat mit kinderpornografischem Hintergrund begangen. Das beeinflusst die aktuelle britische Debatte über eine Anhebung des Straffähigkeitsalters von zehn auf zwölf Jahren, meint die Tageszeitung Irish Independent: "Und wie soll man mit Kindern umgehen, die töten oder sich gefährlich oder unaufrichtig verhalten? Soll man sie bestrafen oder rehabilitieren? ... Im Alltag sind Abschreckungsmaßnahmen wirksam: Auf einer sehr einfachen Ebene verringern Strafzettel illegales Parken und Säumniszuschläge erinnern die Bürger daran, künftig ihre Steuern abzuführen. Folglich müssen Abschreckung und Strafe auch im Bereich von Verbrechen und Strafjustiz wirken. Aber ob und wie man dieses Prinzip auf Kinder anwenden kann, speziell auf solche aus extrem gestörten Verhältnissen, ist eine andere Sache."
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Frisches Denken in der Sexualerziehung ist nötig
Großbritannien hat in den vergangenen zwölf Jahren mehr als 313 Millionen Euro für Sexualerziehung und Verhütungsmittel für Jugendliche ausgegeben. Dennoch ist die Zahl der Teenagerschwangerschaften nicht spürbar gesunken, da Jugendliche unter Druck stehen, sexuell aktiv zu werden, meint die Tageszeitung The Irish Independent: "Die offiziellen Theorien [in der Sexualerziehung] stehen im krassen Widerspruch zu der hoch sexualisierten, globalisierten Kultur, wo pornografisches Material mit einem Mausklick zur Verfügung steht. Eine neue Studie der britischen Regierung fand, dass 27 Prozent der Jungen sich wöchentlich Pornografie anschauen, und dies mindert ihren Respekt vor Frauen. Gleichzeitig werden kleine Mädchen ab acht Jahren ermuntert, sich wie Nutten anzuziehen und Webseiten zu besuchen, auf denen es um nichts anderes geht, als um Schönheitschirurgie, Diäten und sexuelle Hyperaktivität. Wäre es nicht auch ehrlicher, zuzugeben, dass Kinder unter einem enormen Druck stehen, sexuell aktiv zu werden, noch bevor sie überhaupt die Bedeutung einer solchen Beziehung verstehen können?"
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