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Kirchgessner, Kilian
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Zu große Hoffnungen in neue Parteien
Bei den tschechischen Wahlen könnten die beiden neuen Parteien Öffentliche Angelegenheiten und Top 09 um den Ex-Außenminister Karel Schwarzenberg die politische Landschaft umkrempeln, analysiert die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Schwarzenberg und seine Anhänger locken die Wähler vor allem mit einem Thema: Sie wollen die Korruption bekämpfen. Vielen Tschechen ist das zum wichtigsten Anliegen geworden. Ohnmächtig müssen sie seit Jahren verfolgen, wie in der hohen Politik ein Skandal nach dem anderen ruchbar wird. Keine der etablierten Parteien ist dabei ohne Makel. Es sind regelrechte Seilschaften quer durch die Parteienlandschaft, die sich wechselseitig lukrative Aufträge zuschanzen und unverhohlen Günstlingswirtschaft betreiben. ... Dass die Hoffnungen, die viele Tschechen in die neuen Parteien setzen, beinahe unerfüllbar groß sind, könnte für sie zum Dilemma werden. Mit ihrem Erfolg könnten sie die politische Lage im Land sogar noch instabiler machen, weil die Parteienlandschaft ausfasert."
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EU-Ratspräsidentschaft macht Tschechen europafreundlicher
Am Dienstag endet die tschechische EU-Ratspräsidentschaft. Die linksliberale Tageszeitung Frankfurter Rundschau bewertet die vergangenen sechs Monate: "Die Tschechen haben ihre Ratspräsidentschaft zwar nicht mit Bravour gemeistert, aber der totale Reinfall war sie auch nicht. Und: Das Land ist nach den sechs Monaten an der Spitze der EU europafreundlicher als zuvor, der EU-Skeptizismus ist endgültig auf dem Rückmarsch. ... Obwohl es fast niemand geglaubt hätte, gab es Highlights der Ratspräsidentschaft. Die Vermittlung im ukrainisch-russischen Gasstreit etwa war ein tschechischer Erfolg. Bei der Ost-Konferenz der EU, auf der über die Beitrittsperspektive der Balkan-Staaten und auch der Ukraine beraten wurde, waren die Prager respektierte Vermittler zwischen Ost und West. ... Die Ratspräsidentschaft hat die pro-europäische Einstellung der Tschechen gefördert; gesunken ist lediglich das Ansehen der einheimischen Politiker."
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Tschechien als erfolgreicher Vermittler
Obwohl viele Tschechien die EU-Ratspräsidentschaft nicht zugetraut haben, zeige Prag gerade im Gasstreit seine Stärken, meint die Tageszeitung Frankfurter Rundschau: "Die Vermittlung des Kontrollabkommens im Gasstreit zwischen Russland und der Ukraine nimmt den Skeptikern einigen Wind aus den Segeln, die Prag eine EU-Führungsrolle zuvor gar nicht zugetraut haben. ... Gerade im verfahrenen Dialog zwischen Russland und der Ukraine können die Tschechen ihre immer noch glänzenden Kontakte in Richtung Osten ausspielen - zum Nutzen der gesamten EU. ... Die Tschechen sehen sich dabei als Mittler zwischen der EU und Ländern wie der Ukraine und Serbien, die schon lange auf eine Beitrittsperspektive hoffen. Gerade in diesem Dialog ist Tschechien wegen der gemeinsamen Vergangenheit ein glaubwürdiger Ansprechpartner für die übrigen ehemaligen Ostblock-Länder."
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Das ist Klaus
Die tschechische EU-Ratspräsidentschaft werde nicht so schlimm, wie es vielleicht einige Beobachter befürchten, meint die Financial Times Deutschland - trotz der grundsätzlichen EU-Kritik von Václav Klaus: "Dennoch gibt es Grund zur Hoffnung, dass zumindest die Regierung die Europageschäfte engagiert führen wird. Die Bevölkerung ist mehrheitlich proeuropäisch - und das werden die Politiker im Wahljahr 2009 im Hinterkopf behalten. ... Vor allem unter Jungen und Erfolgreichen hat die Gemeinschaft einen guten Ruf. 'Wir sind stolz auf unsere Mitgliedschaft in der Union', heißt es dort oft. Selbst der Staatschef wird für den tschechischen Ratsvorsitz über seinen Schatten springen müssen. Am 19. Februar wird Klaus vor dem Europaparlament sprechen - und dabei nach den Regeln des Parlamentsprotokolls empfangen werden. ... Und beim Abspielen der Hymnen wird der Europaskeptiker aus Prag vor einer tschechischen und einer europäischen Flagge stehen."
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