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Kissinger, Henry A.


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Il Sole 24 Ore - Italien | 01.04.2012

Henry Kissinger über die Bedeutung der nationalen Sicherheit der USA

Der Arabische Frühling hat die USA gezwungen, ihre Außenpolitik neu zu definieren, meint der US-Politikwissenschaftler Henry Kissinger in der Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore und fürchtet, dass dabei die nationale Sicherheit in den Hintergrund tritt: "Während die USA ihre Truppen aus dem Irak und Afghanistan abziehen, - Militäreinsätze, die im Namen der nationalen Sicherheit durchgeführt wurden - greifen sie in anderen Staaten der Region (wenn auch nur zögerlich) im Namen der Humanität ein. Verdrängt der Demokratie-Aufbau die nationale Sicherheit und erhebt sich zum neuen Prinzip der Politik im Mittleren und Nahen Osten? Und bedeutet der Arabische Frühling wirklich Demokratie-Aufbau? … Eine Revolution muss hinsichtlich ihres Endes und nicht ihres Ausgangspunkts beurteilt werden. Der humanitäre Aspekt darf die Notwendigkeit nicht beeinträchtigen, das nationale Interesse in ein Konzept der Weltordnung einzubinden. Für die USA ist die Doktrin der humanitären Intervention bei den Revolutionen nur haltbar, sofern sie im Einklang mit dem Prinzip der nationalen Sicherheit der USA steht … Innerhalb dieser Grenzen besitzt die US-amerikanische Politik Spielraum, humanitäre und demokratische Werte zu fördern."

International Herald Tribune - Frankreich | 02.07.2008

Dialog zwischen Russland und USA

In der Tageszeitung International Herald Tribune analysiert der ehemalige US-Außenminister und Friedensnobelpreisträger Henry Kissinger die neuen Beziehungen zwischen den USA und Russland: "Mein Eindruck ist, dass eine neue Phase der russischen Politik im Gang ist. ... Was immer auch der Ausgang sein mag - die Präsidentschaftswahlen bedeuteten den Übergang von einer Phase der Konsolidierung zu einer Phase der Modernisierung. ... Das Betreiben der russischen Regierung mit - zumindest anfangs - zwei Machtzentren könnte im Rückblick als der Beginn einer Entwicklung zu einer Art Gewaltenteilung werden, die man bisher vermisst hat. ... Die [amerikanische] Politik der nachdrücklichen Einmischung in das, was Russland als sein eigenes Verständnis von sich selbst ansieht, trägt das Risiko, sowohl geopolitische als auch moralische Ziele zu hintertreiben. ... Die russischen Führer sind sich ihrer strategischen Grenzen bewusst. Ich würde die russische Politik unter Putin sogar als eine Suche nach einem zuverlässigen strategischen Partner beschreiben mit Amerika als bevorzugter Wahl. ... Die Sotschi-Erklärung der Präsidenten Bush und Putin im April lieferte die Umrisse eines beginnenden strategischen Dialogs zwischen den beiden Seiten. Es fällt den neuen Regierungen in Russland und Amerika zu, ihm einen operativen Kontext zu geben."

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