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Klüver, Reymer


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 18.02.2010

Atom-Deal mit der Opposition

US-Präsident Barack Obama hat sich aus innenpolitischem Kalkül für die Atomkraft entschieden, analysiert die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Seit Jahren haben die Republikaner den Wiedereinstieg propagiert. Von 100 Reaktoren haben sie phantasiert. Indem der Präsident den Konservativen bei der Atomkraft entgegenkommt, hofft er nun auf Zugeständnisse für sein Klimaschutzgesetz. Doch diese Rechnung wird kaum aufgehen. Obama hat, wie bei der Gesundheitsreform, auch beim Klimaschutz zu lange gezaudert. Sein Klimabündnis, mit dem er sich die Zustimmung der Energiewirtschaft gesichert hatte, zerfällt. Die ersten Unternehmen steigen aus. Das sehen auch die Republikaner und werden deshalb Obama im Wahljahr kaum die Genugtuung geben, eine seiner großen Reformen zu unterstützen. Doch auch unter seinen Demokraten gibt es zu viele Hasenfüße, die sich in die Büsche schlagen. Ein Klimaschutzgesetz mit Emissionshandel nach europäischem Vorbild wird es so schnell in den USA nicht geben. Aber dafür, in zehn Jahren vielleicht, ein paar Atomkraftwerke mehr."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 04.03.2009

Raketenschirm als Verhandlungsmasse

US-Präsident Barack Obama will auf den umstrittenen Raketenschirm in Ostmitteleuropa verzichten, wenn Russland kooperiert. Die Tageszeitung Süddeutsche Zeitung begrüßt Obamas Flexibilität: "Ein neuer Realismus ist in die US-Diplomatie eingekehrt. Für Russland bedeutet dies, dass Washington Moskau ernst nimmt und nicht düpiert, wie [George W.] Bush es mit seiner Raketenpolitik getan hat. Das ist wichtig gegenüber einer Regierung, die so sehr darauf pocht, auf Augenhöhe von den USA wahrgenommen zu werden. Es heißt aber auch, dass die USA nicht einfach klein beigeben, sondern sehr unnachgiebig ihre Interessen verfolgen werden. Es ist ein Angebot von wechselseitiger Flexibilität: Wenn die Russen sich bewegen und ebenfalls Druck auf Iran ausüben, werden die USA ihre Positionen den neuen Gegebenheiten anpassen. Diesen Bewegungsspielraum hat sich Obama verschafft, indem er den Raketenschirm nun zur Verhandlungsmasse gemacht hat."

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