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Kościński, Piotr


In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Rzeczpospolita - Polen | 12.11.2010

Belarus rückt näher an Europa

Polen und Belarussen, die maximal 30 Kilometer von der gemeinsamen Grenze entfernt wohnen, können künftig ohne Visum in das jeweils andere Land einreisen. Einen entsprechenden Vertrag mit Polen hat das belarussische Parlament am Donnerstag ratifiziert. Das ist ein positives Signal für Belarus, schreibt die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Das ist ein Signal, dass Minsk tatsächlich die Beziehungen zu unserem Land verbessern will. Als Alexander Lukaschenko vor kurzem von polnischen Journalisten gefragt wurde, wann denn nun endlich die Ratifizierung des schon vor langer Zeit unterschriebenen Vertrags erfolgt, antwortete er überzeugend: 'Ehrlich gesagt, weiß ich es nicht, doch ich werde es prüfen. Er wird schon bald im Parlament geprüft werden. Ich glaube aber nicht, dass es irgendwelche Probleme geben wird.' Obwohl dieser Vertrag vor allem für die belarussische Seite nützlich ist, wollte ihn Warschau unbedingt haben. Denn wenn wir die Belarussen davon überzeugen wollen, sich Europa zuzuwenden, dann sollten wir ihnen auch ermöglichen, nach Europa einzureisen."

Rzeczpospolita - Polen | 06.09.2010

Russland soll sich Nato annähern

Das wissenschaftliche Institut Insor, das Russlands Präsidenten Dmitrij Medwedjew nahesteht, hat Pläne über eine Annäherung Russlands an die Nato veröffentlicht. Eine gute Nachricht, meint die konservative und Russland-skeptische Tageszeitung Rzeczpospolita: "Die Annäherung Russlands an die Nato und die mögliche Mitgliedschaft dieses Landes in der Gemeinschaft - das klingt zwar wie eine reine Fantasterei. Doch haben die Berater von Medwedjew ernsthaft unterschiedliche Varianten der Integration in die Nato erwogen. Das ist für uns eine gute Nachricht. Das heißt nämlich, dass sich Russland tatsächlich geändert hat - und zwar in eine für uns günstige Richtung. Für jeden, der unvoreingenommen und emotionslos die internationale Lage beobachtet, ist klar, dass die Nato nicht der Feind Russlands ist. Die Welt hat sich so verändert, dass die tatsächliche Gefahr für Moskau nicht aus dem Westen kommt, sondern aus dem Süden oder dem Osten. Nur spielen Emotionen in der Politik nach wie vor eine Rolle. Und für Millionen Russen ist das nordatlantische Bündnis halt weiterhin ein Feind."

Rzeczpospolita - Polen | 08.02.2010

Beziehungen zur Ukraine verbessern

Trotz des Wahlsiegs des als pro-russisch geltenden Viktor Janukowitsch darf sich Polen nicht von der Ukraine abwenden, schreibt die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita: "Wir müssen gegenüber unseren ukrainischen Nachbarn aktiver werden als jemals zuvor. ... Viktor Janukowitsch ist zwar als pro-russischer Politiker verschrien, doch zeichnet ihn vor allem Pragmatismus aus. Seine Wahl entscheidet letztlich noch nichts. Man kann eher weiteren Streit und Zwist um die wichtigsten Angelegenheiten erwarten. Umso mehr müssen wir die Ukrainer davon überzeugen, dass die pro-europäische Richtung für sie nützlicher ist, dass Polen weiterhin der Anwalt für ihre Interessen innerhalb der EU und in der Nato ist und dass wir mit ihnen zusammenarbeiten wollen - unabhängig davon, wer in Kiew an der Macht ist."

Rzeczpospolita - Polen | 28.04.2009

Lukaschenko kommt aus politischer Isolierung

Papst Benedikt XVI. hat den belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko zu einer Audienz empfangen. Zudem traf er mit dem italienischen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi zusammen. Der Diktator komme somit aus seiner politischen Isolierung, findet Piotr Kościński in der konservativen Tageszeitung Rzeczpospolita. "Es ist das symbolische Ende der internationalen Isolierung eines Menschen, den man den letzten Diktator Europas nennt. Am wichtigsten ist aber jetzt, dass Europa nicht denkt, das 'Problem Belarus' sei gelöst. In den vergangenen Jahren sind Lukaschenko und seine engsten Mitarbeiter nur nach Moskau und in die Hauptstädte der Staaten gefahren, die von der radikalen Linken regiert werden - wie Peking oder Hanoi. Die Führer der demokratischen Staaten haben sich nicht mit Lukaschenko getroffen. ... Es ging darum, Druck auf Lukaschenko auszuüben. Wenn er Kontakte mit Europa haben und in der Welt herumreisen wollte, dann musste er die Demokratisierung von Belarus zulassen."

Rzeczpospolita - Polen | 17.12.2008

Polen muss Ukraine helfen

Die Tageszeitung Rzeczpospolita setzt sich mit der dramatischen Wirtschaftsentwicklung der Ukraine auseinander, wo das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im November um 14,4 Prozent rückläufig war: "Die Situation in der ukrainischen politischen Szene der vergangenen Monaten wurde immer beunruhigender. Streitigkeiten und politische Auseinandersetzungen sowie der Konflikt zwischen dem Premier und dem Parlament haben zugenommen: Das alles hat Auswirkgungen auf die Ukraine. Damit sie sich entwickeln können, müssen sich die Länder Osteuropas immerfort reformieren. Währenddessen beschäftigen sich die Politiker in Kiew nur mit sich selbst. Anstatt über die Wirtschaft zu diskutieren, teilen sie die Posten unter sich auf. ... Eine schwächere Ukraine wird noch stärker von Russland abhängig sein - seinem mächtigen Nachbarn. Nur zur Erinnerung: Die Existenz einer unabhängigen Ukraine ist für Polen sehr wichtig. Polen sollte der Ukraine helfen, wo es nur kann. Mit der Bitte um Hilfe müssen wir in Brüssel anklopfen."

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