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Kounalaki, Xenia

Kathimerini, Greece


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Kathimerini - Griechenland | 16.02.2012

Deutsche nicht faschistisch, Griechen nicht faul

Deutschland ist nicht nur die Heimat von Politikern wie Schäuble und Merkel, die gerade angefeindet werden in Griechenland, sondern auch von Goethe, Marx, Brecht und Thomas Mann, erinnert die Kolumnistin Xenia Kounalaki ihre Landsleute und ruft in der konservativen Tageszeitung Kathimerini dazu auf, die Wut gegen Deutsche nicht zu verallgemeinern: "Diejenigen, die mit der deutschen Kultur vertraut sind, deutsche Freunde und familiäre sowie andere emotionale Verbindungen mit Deutschland haben, können diese Raserei nicht verstehen. Wenn man die Aussagen von Finanzminister Wolfgang Schäuble oder die ärgerlichen Artikel der Bild-Zeitung mit dem ganzen deutschen Volk oder der ganzen deutschen Presse gleichsetzt, ist das eine genauso unfaire Verallgemeinerung wie das Stereotyp des faulen Griechen, der den ganzen Tag im Café sitzt und über seine Verhältnisse lebt. … Es ist einfach lächerlich, wie manche versuchen, die Tradition eines ganzen Landes auf so unglückliche Vergleiche zu reduzieren wie heutiges Deutschland - Viertes Reich, Goebbels - Schäuble, Hitler - Μerkel."

Kathimerini - Griechenland | 03.08.2010

Xenia Kounalaki über die Krisen-Griechen am Strand

Die Kolumnistin Xenia Kounalaki stellt sich in der konservativen Tageszeitung Kathimerini einen Tag am Strand einer griechischen Insel vor und überlegt, wie die Griechen dort mit der Krise umgehen: "Wirtschaftliche, soziale und andere Krisen werden mit Humor betrachtet. Die Familie in der Rolle des Sozialstaates kommt wieder zum Vorschein. Freundschaften überleben trotz der Schwierigkeiten. Die Liebe bewältigt alle Probleme. Migrantenkinder bekommen in den panhellenischen Prüfungen [Aufnahmeprüfungen für die Universität] sehr hohe Noten. Lehrer von Schulen in abgelegenen Orten versuchen ihre Schüler zu inspirieren. Die Väter verzichten auf das Machogehabe der Vergangenheit und helfen bei der Erziehung ihrer Kinder. Denn auch die Frauen bringen Geld ins Haus. Politiker arbeiten und kümmern sich um ihre Heimat. Bürger engagieren sich und beschränken sich nicht auf die Kritik an ... den Politikern. Abseits vom Fernsehen, das Verbrecher und Terroristen produziert, von Warteschlangen an den Tankstellen und vom Mangel an Produkten in den Supermarktregalen [wegen des Streiks der Tankstellen und Transportunternehmen] ... gibt es einen süßen Alltag. Eine lebendige und vielversprechende Gesellschaft."

Kathimerini - Griechenland | 01.09.2009

Xenia Kounalaki über die griechische Linke

Xenia Kounalaki fragt in der konservativen Tageszeitung I Kathimerini nach den Ursachen von Erfolg und Misserfolg linker Parteien in Griechenland: "Die Situation innerhalb der griechischen Linken ist [heute] wirklich enttäuschend. Das Fehlen eines Dialogs und die mehrfache Spaltung sind entmutigend. Früher hatte die griechische Linke wenigstens das Talent zur Selbstkritik und zum fruchtbaren inneren Dialog als ideologischem Reifungsprozess, der einen Inhalt hat. [In Deutschland] hat Die Linke von Oskar Lafontaine bei den jüngsten Wahlen im Saarland sogar in den westlichen Bundesländern stark zugelegt. Dieser Erfolg bestätigt, dass in Europa die Bedingungen für eine linke Wende reif sind. Das Erstarken der Syriza [2009 entstandenes Wahlbündnis aus neun verschiedenen linken griechischen Parteien] - wenn auch nur in Umfragen - spiegelt die Suche der Wähler nach etwas Neuem und Unvergänglichem wider. Der Fortbestand und manchmal auch das Erstarken der Kommunistischen Partei Griechenlands [die nicht Mitglied des Syriza-Bündnisses ist] bestätigt, dass die jungen Bürger eine politische Partei suchen, die stabil und uneigennützig ist."

Kathimerini - Griechenland | 04.08.2009

Rassismus gegen Roma ist weit verbreitet

Die jüngsten Übergriffe auf die ethnische Minderheit der Roma in Ungarn zwingt die konservative Tageszeitung I Kathimerini zu Sarkasmus: "Der 2. August ist der Roma-Holocaust-Gedenktag. Dieser Jahrestag wurde in ganz Europa richtig 'toll' gefeiert. In Ungarn wurde gestern [3. August] eine Frau von Unbekannten niedergeschossen und ihre Tochter verletzt, als auf ihr Haus in einer Roma-Siedlung im Dorf Kisleta ein Anschlag verübt wurde. ... Die rassistischen Säuberungen sind heutzutage verdeckt und wirksam. Wenn sich zum Beispiel in Griechenland die großen Banken weigern, den Roma Baukredite zu geben, ... wird unvermeidlich ihre nomadische Lebensweise dem Schulbesuch ihrer Kinder im Wege stehen. Gleichzeitig werden die Roma, so lange es rassistische Angriffe in Europa gibt, anderswo Zuflucht suchen. Im Juni haben 100 Roma Nordirland verlassen, im Juli sind Roma von Tschechien nach Kanada ausgewandert. Schrittweise verwirklicht Europa die 'Reinheit', von der Adolf Hitler geträumt hat."

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