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Krüger, Paul-Anton


In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 12.01.2012

Attentat löst nicht Atomkonflikt mit Iran

Der israelische Auslandsgeheimdienst Mossad könnte hinter dem Anschlag auf den 32-jährigen iranischen Atomwissenschaftler stecken, vermutet die linksliberale Süddeutsche Zeitung: "Es war nicht das erste Attentat nach diesem Muster, und gezielte Tötungen gehören zum Standardrepertoire der vom Mossad eingesetzten Taktiken. Dessen Anfang 2011 ausgeschiedener ... Chef Meir Dagan macht wenig Hehl daraus, dass er Sabotage für das beste Mittel hält, um zu verhindern, dass Iran in den Besitz von Atomwaffen gelangt - besser als einen Militärschlag gegen die Nuklearanlagen. … Die Morde an Wissenschaftlern sollen offenbar auch psychologische Wirkung entfalten. Iran verfolgt ein strukturiertes Atomprogramm, das kommt nicht zum Erliegen, wenn einzelne Mitarbeiter getötet werden. Es geht darum, Angst und Schrecken zu verbreiten. Den Atomkonflikt mit Iran lösen solche Taten nicht."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 28.09.2010

Krieg mit Computer-Viren

Die iranische Regierung hat eingestanden, dass zehntausende Computer in Industrieanlagen des Landes mit dem Computer-Wurm Stuxnet infiziert sind. Auch Rechner im Atomkraftwerk Buschir seien betroffen. Daraus aber zu schließen, dass Buschir das Ziel der elektronischen Attacke gewesen wäre, ist voreilig, schreibt die linksliberale Tageszeitung Süddeutsche Zeitung: "Im Nebel der Spekulationen geraten die wirklich wichtigen Erkenntnisse aus dem Blick: Dieses Virus wurde programmiert, um Schaden in einer großtechnischen Anlage anzurichten. Das ist von einer neuen Qualität, gemessen an den herkömmlichen Spionage-Viren. Und bis zur Enttarnung gab es keinen wirksamen Schutz gegen Stuxnet. Es handelt sich wohl um den ersten entdeckten Cyber-Angriff auf industrielle Anlagen überhaupt. Die Sicherheitskultur dieser Länder mag westlichen Standards nicht genügen. Doch Stuxnet zeigt: Niemand ist immun gegen die Bedrohung durch digitale Kriegsführung, auch Deutschland nicht. Bekannt ist das seit langem. Jetzt ist es Zeit, entschlossen zu handeln."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 10.07.2009

Riskantes Spiel von Obama

Die linksliberale Süddeutsche Zeitung beschäftigt sich mit der Haltung der Teilnehmer des G8-Gipfels gegenüber dem Iran. "Dass der Kreml, bislang fast eine Schutzmacht der Iraner, nicht mehr nur in diplomatischen Zirkeln über Irans Renitenz klagt und darauf verzichtet, eine scharfe Gipfelerklärung weichzuspülen, ist ein deutliches Signal an Teheran. Dennoch geht Obama ein hohes Risiko ein. ... Den Widerstand gegen den Westen in der Atomfrage nutzt Teheran seit langem, um im Inneren die Reihen zu schließen. Außerdem kann sich Obama zwar über die Unterstützung Medwedjews freuen, aber ohne China wird es keine neuen, einschneidenden Sanktionen geben. ... 
Verfehlt der Annäherungskurs sein Ziel, wird Obama mindestens eine harte Isolationspolitik einschlagen müssen. Iran wird dann seine destabilisierenden Kräfte nicht nur im Libanon entfalten, sondern auch im Irak und in den Palästinensergebieten. Wenn sich die Welt dann nicht geschlossen gegen Iran stellt, steht Obamas gesamte Nahost-Politik auf dem Spiel."

Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 11.07.2008

Hoffnung für EADS

Nach Protesten des US-amerikanischen Flugzeugherstellers Boeing hat das US-Verteidigungsministerium einen bereits an den europäischen Luftfahrts- und Rüstungskonzern EADS vergebenen Rüstungsauftrag im Wert von 40 Milliarden Dollar neu ausgeschrieben. Die Süddeutsche Zeitung ist jedoch optimistisch, dass der Auftrag doch noch nach Europa geht. "In den USA schürte die Wahl des Militärs ... nicht nur die Sorge um Arbeitsplätze, sondern rief heftige Emotionen und politischen Widerstand hervor. ... Trotz der politisch-emotionalen Aufgeladenheit: EADS hat mit der Entscheidung in Washington das Geschäft längst nicht verloren. ... Die Neuausschreibung ist politisch heikel, nicht nur wegen möglicher transatlantischer Verstimmungen, auch wegen des US-Präsidentschaftswahlkampfes. ... Zudem hat die Tankerflotte zwar strategische Bedeutung für die weltweite Einsatzfähigkeit der US-Streitkräfte. ... Die militärisch wichtigen Komponenten steuerte [aber] US-Konsortialführer Northrop Grumman bei. Dagegen Argumente der nationalen Sicherheit geltend zu machen, ist wenig glaubwürdig."

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