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Krugman, Paul
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Paul Krugman rät Spanien zum Abschied vom Euro
Spanien ist nicht durch Verschwendung in seine gegenwärtige wirtschaftlich katastrophale Lage gekommen, meint der keynesianische US-Ökonom Paul Krugman in der Tageszeitung Der Standard, sondern durch die Folgen der weltweiten Finanzkrise und empfiehlt den Abschied vom Euro: "Spaniens Fiskalprobleme sind die Konsequenz der Depression, nicht deren Ursache. Nichtsdestotrotz lauten die Vorgaben aus Berlin und Frankfurt - erraten! - 'noch mehr Sparen'. Das ist, ungeschminkt gesagt, einfach hirnrissig. Europa hat bereits einige Jahre harscher Sparpolitik hinter sich und die Ergebnisse belegen exakt das, was geschichtskundige Forscher stets vorhergesagt haben: Solche Programme stürzen darniederliegende Ökonomien noch tiefer in die Depression. ... Was ist die Alternative? Nun, in den 1930er Jahren war die zentrale Voraussetzung für eine Genesung die Abkoppelung vom Gold-Standard. Das heutige Äquivalent dazu wäre der Abschied vom Euro und die Wiedereinführung der nationalen Währungen. Man mag das für unvorstellbar halten und in der Tat hätte so ein Schritt sowohl ökonomisch als auch politisch zerstörerische Folgen. Aber mit dem derzeitigen Kurs fortzufahren und immer schärfere Sparprogramme Ländern zu verordnen, die bereits in der Depression gelandet sind, ist noch weniger vorstellbar."
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Paul Krugman hält den Sparkurs der EU für einen Holzweg
Die EU-Finanzminister zeigen Milde gegenüber Spaniens Defizit und erlauben Madrid für dieses Jahr ein Haushaltsloch von 5,3 Prozent - anstatt der ursprünglich vereinbarten 4,4 Prozent. Der Nobelpreisträger Paul Krugman gratuliert der EU zu ihrer Entscheidung und erläutert in der Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore, warum Sparen kein Ausweg ist, sondern ein Holzweg: "Von Anfang an habe ich Spanien, nicht Griechenland, als das Symbol-Land für die Euro-Krise erachtet. Denn in Spanien hat die Krise nichts mit gefälschten Bilanzen zu tun. Spanien macht die Haltlosigkeit der EU-Politik deutlich. Noch mehr Sparauflagen nützen nichts, im Gegenteil. Wenn eine Familie den Gürtel enger schnallt, hören die Mitglieder nicht auf zu arbeiten. Wenn ein Staat in einer Phase der Wirtschaftsdepression den Gürtel enger schnallt, gehen Arbeitsplätze verloren, was sich negativ auf den Staatshaushalt auswirkt, da die Steuereinnahmen sich verringern. Die Ergebnisse der Sparmaßnahmen in Europa sind das beste Beispiel für die Regel der Makroökonomie: Jede drastische Haushaltskürzung hat ausnahmslos einen spürbaren Rückgang des Bruttoinlandsprodukts zur Folge. Deshalb Hände weg vom Gürtel, die Metapher funktioniert nicht."
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Obama muss Kritikern widerstehen
Nach dem ersten Amtsjahr von Barack Obama als US-Präsident fordert der Nobelpreisträger Paul Krugman in der linksliberalen Tageszeitung vor allem mehr Widerstand gegen seine Kritiker: "Barack Obama habe sich nicht gegen die Kritik seiner Gegner gefeit. Obama hat versäumt das zu tun, was Ronald Reagan zu Beginn seines Mandats tat: sich vor jeder Kritik zu schützen, indem er erklärte und immer wieder daran erinnerte, dass die Schuld für das, was nicht funktioniert, bei den vorherigen Regierungen liege. ... Obama hat aus welchem Grund auch immer zugelassen, dass die Öffentlichkeit extrem schnell vergessen hat, dass die wirtschaftlichen Probleme nicht unter seiner Präsidentschaft begonnen haben. ... Obama kann jetzt nur noch versuchen, die Republikaner als das hinzustellen, was sie sind: Gegner der Reformen. Die Demokraten müssen nun alles daransetzen, die Gesundheitsreform zu beschließen. Sie zu verabschieden wird zwar nicht ihre politische Rettung sein - aber sie nicht zu verabschieden bedeutet mit Sicherheit ihren politischen Untergang."
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Klima: Umweltschutz hilft Wirtschaft
Falls sich die Staaten auf der Klimakonferenz in Kopenhagen darauf einigen, die Treibhausgase zu reduzieren, könnte sich dies positiv auf die Wirtschaft auswirken, meint der US-amerikanische Wirtschaftsnobelpreisträger Paul Krugman in der linksliberalen Tageszeitung La Repubblica: "Ich mag naiv sein, aber ich bin optimistisch. ... Sicher, wir werden auch zu hören bekommen, dass die Initiativen zum Aufhalten des Klimawandels Arbeitsplätze vernichten und das wirtschaftliche Wachstum behindern. ... Aber die Tatsache, dass die Wirtschaft in der Krise ist, ist kein guter Grund weiter abzuwarten und Entscheidungen aufzuschieben. Im Gegenteil: Eine Einigung in Kopenhagen kann höchstwahrscheinlich der Wirtschaft zugute kommen. ... Ein Gesetz zum Klimaschutz könnte zu einem größeren Volumen der Gesamtinvestitionen führen. Und Investitionen sind genau das, was unsere Wirtschaft heute dringend braucht."
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