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Kučera, Vladimír


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Mladá fronta Dnes - Tschechien | 02.05.2012

Sport war immer auch politisches Instrument

Der Chef des tschechischen Fußball-Verbands, Miroslav Pelta, hat einen Boykott der Fußball-Europameisterschaft durch Politiker wegen der inhaftierten Oppositionspolitikerin Julia Timoschenko abgelehnt. Der Sport dürfe nicht zur Geisel der Politik werden. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes hält dagegen: "Politik und Sport sind nicht zu trennen. Durch die Beauftragung eines Landes mit der Austragung großer Sportereignisse bringt die internationale Gemeinschaft Vertrauen und Respekt zum Ausdruck. Die Organisation einer Europameisterschaft in der am weitesten verbreiteten Sportart der Welt ist mit riesigem Prestige verbunden. Das wissen Herr Pelta und andere, die über die Unabhängigkeit des Sports von der Politik schwafeln, selbstverständlich. ... Politik und Sport müssen nicht erst vermischt werden. Diesen Cocktail trinken wir schon lange. Übrigens, weshalb hat die Ukraine die EM bekommen? Doch nicht wegen der hervorragenden Bedingungen dort, sondern weil es die Politik so wollte."

Mladá fronta Dnes - Tschechien | 03.03.2010

Stalinistischer Schauprozess bleibt Unrecht

Die ehemalige tschechoslowakische Staatsanwältin Ludmila Brožová-Polednová, die bei dem stalinistischen Schauprozess gegen Milada Horáková 1950 half, die Oppositionspolitikerin an den Galgen zu bringen, könnte aus dem Gefängnis entlassen werden. Sie wurde 2008 zu einer Strafe von sechs Jahren Haft verurteilt, die nun durch mehrere Präsidentenamnestien getilgt sein soll. Die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes kommentiert: "Sicher kommen jetzt die Beschwerden darüber, wie die Täter aus der Zeit des Totalitarismus die demokratischen Regeln ausnutzen: 'Wir wollten Gerechtigkeit und bekamen den Rechtsstaat.' Wichtig ist aber, dass die Staatsanwältin verurteilt wurde. Wenigstens in ihrem Fall wurde nachgewiesen, dass die kommunistische Justiz Verbrechen begangen hat. Dass die Verurteilte das Gefängnis wird verlassen können, ist nicht wichtig. Hauptsache, sie musste dort einsitzen, wenn auch nur für eine Weile. Die Teilnahme an einem Justizmord ist ein Verbrechen. Daran ändert auch eine Amnestie nichts."

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