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Kurasz, Jakub
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Polens Energiesektor liberalisieren
Nach einer aktuellen Prognose der staatlichen Regulierungsbehörde für Energie URE wird in Polen bereits 2015 der Strom knapp, weil es nicht ausreichend Produktionskapazitäten gibt. Die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita appelliert eindringlich an die Regierung, endlich die Energie-Branche zu liberalisieren: "Schade, dass trotz vieler Ankündigungen über Investitionen noch nicht viel passiert ist, um dieses Risiko zu begrenzen, obwohl dieses Thema in Expertenkreisen schon seit Jahren diskutiert wird. ... Deshalb muss man den polnischen Behörden einige Fragen stellen: Warum werden Ausschreibungen [für Investitionen] so langsam bearbeitet? Warum muss man so lange auf die Entscheidung des Umweltministeriums warten, das die Investitionen genehmigt? Warum verläuft die Privatisierung der Energiekonzerne so schwerfällig? Und wann werden wir es mit einem richtigen Wettbewerb zwischen den Energie-Riesen zu tun haben? Es sieht tatsächlich danach aus, dass die Lichter bald ausgehen werden."
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Schulden bedrohen Frankreichs Kreditwürdigkeit
Frankreich verliert aufgrund seines angespannten Haushalts möglicherweise bald die höchste Stufe der Kreditwürdigkeit AAA. Das vermuten Analysten, die die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita befragt hat. Die französische Regierung hat zwar im Oktober tiefgreifende Einsparungen durchgesetzt, aber das reicht nicht, weil der Euro zu tief in der Krise steckt, so das Blatt: "Jetzt werden diejenigen lange Gesichter machen, die geglaubt haben, diese schweren Entscheidungen würden ausreichen, um die Eurokrise zu überstehen. Denn in einer Phase, in der sämtliches Vertrauen verloren geht, sind für die Investoren eigentlich nur noch der Tod und die Steuern sicher. Wie sich der Rest entwickelt, ist reine Spekulation, weil letztlich die französischen Banken - neben den deutschen - Portugal, Spanien und Italien das meiste Geld geliehen haben. Deswegen kann sich auch Frankreich nicht sicher fühlen. ... Wo wird das Krisen-Domino enden? Wird letztlich auch Berlin einmal davon bedroht sein, die höchste Stufe der Kreditwürdigkeit zu verlieren?"
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Ostpolens Infrastruktur schreckt Investoren ab
Laut Schätzungen des Wirtschaftsministeriums werden ausländische Unternehmen im laufenden Jahr insgesamt zehn Milliarden Euro in Polen investieren. Dass sich die Investoren aber kaum für den unterentwickelten Osten des Landes interessieren, hat für die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita klare Gründe: "Nach wie vor nehmen die Anwohner der westlichen Gebiete in größerem Maß Finanzdienstleistungen in Anspruch. Diejenigen, die in den östlichen Regionen wohnen, erhalten hingegen weniger Kredite. Die ausländischen Investoren entscheiden sich für Dolny Śląsk (Niederschlesien) und nicht für Warmia i Mazury (Warmien und Masurien). Und das kann nicht verwundern. Die Infrastruktur im Osten Polens ist schlechter und die Förderprogramme für diese Regionen sind nicht ausreichend. Dabei sind eine gute Infrastruktur und ausgebildete Fachkräfte Magneten, die Investoren anziehen. Gerade in diesen Bereichen ist die Rolle des Staates besonders wichtig. Wenn es also keine Unterstützung von der Regierung gibt, dann wird die Frustration im provinziellen Polen weiter steigen."
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Polens Wirtschaftswunder trügt
Die jüngsten Forderungen polnischer Gewerkschaften nach Lohnerhöhungen sind unrealistisch, findet die konservative Tageszeitung Rzeczpospolita. Die Unternehmen wiesen nämlich nicht so hohe Gewinne auf, wie es das Gesamtwirtschaftswachstum vermuten lasse: "Man kann es ihnen [den Gewerkschaften] allerdings nicht verdenken, solange wir von den wichtigsten Politikern in Polen - das heißt von Premier Donald Tusk und von Finanzminister Jacek Rostowski - immer wieder hören, dass wir Wirtschaftswachstum haben, und unserer Land das beste in der Europäischen Union ist. ... Na, wenn es denn alles so toll läuft, warum steht dann nicht allen eine Gehaltserhöhung zu, nicht wahr? Die Unternehmen, die solch eine große Verbesserung überhaupt nicht sehen, betrachten die Beteuerungen der Politiker hingegen skeptischer. Man darf sich deswegen nicht vormachen, dass es im laufenden Jahr zu einem realen Lohnwachstum auf Höhe des Gesamtwirtschaftswachstums käme."
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Polnischer Ölkonzern will stille Übernahme durch Russland verhinden
Investoren des polnischen Ölkonzerns PKN Orlen dürfen nicht mehr mehrere kleine Aktienpakete hintereinander erwerben. So will man verhindern, dass Investoren unerkannt Kontrollmehrheiten erreichen. Bislang muss der Name des Investors nur genannt werden, wenn er mehr als 5 Prozent der Anteile erwirbt. Dies könne eine stille Übernahme des strategisch wichtigen Unternehmens durch Russland verhindern, schreibt Rzeczpospolita: "Trotz Krise und Verschuldung sind die russischen Firmen weiterhin an einer ausländischen Expansion interessiert. Russland kauft, was möglich ist, und das auch noch für jeden Preis. Geräuschvoll verlief so die russische Übernahme eines 20-prozentigen Aktienpakets der Österreicher an Ungarns größtem Ölkonzern MOL. Und die russischen Unternehmen haben ihre Präsenz in anderen EU-Ländern auch noch nicht aufgegeben. Daran ist ja eigentlich nichts Schlechtes, doch sollte dies auf eine zivile Art und Weise ablaufen."
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