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Lains, Pedro
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 2 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Pedro Lains sieht Angela Merkel auf den Spuren von Margaret Thatcher
Die Politik der deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel ist in der aktuellen Wirtschaftskrise mit der von der britischen Ex-Premierministerin Margaret Thatcher vergleichbar, meint der Ökonom Pedro Lains in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: "Obwohl mit mehr Pragmatismus als Ideologie, macht Merkel zurzeit ähnliches wie Thatcher in den 1980er Jahren. Wenn es nach Deutschland geht, soll die Finanzdisziplin in der Politik das Sagen haben, und nicht die Geldverschwendung der Staaten. Diese sei verhängnisvoll für das Wachstum, meint Merkel. Für Europa will sie weniger Integration und eine bessere Festlegung der Kosten sowie eine Regelung, wer sie zu zahlen hat. Wo wird Merkel mit diesen Positionen enden? Repräsentiert sie die Mehrheit in Deutschland? Oder gibt es ein europäischeres Deutschland, das lediglich schlafend auf das Vorübergehen der Krise wartet? Die Wahlergebnisse der Kanzlerin in den vergangenen Monaten sind für Europa ermutigend. Vielleicht passiert Merkel das gleiche wie ihrer Vorgängerin: ausscheiden, nachdem sie die Hauptprobleme gelöst hat. Aber selbst wenn sie verliert, wird sie gewinnen. Denn Europa wird nicht mehr so funktionieren wie zu ihrem Amtsantritt."
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Pedro Lains sieht in Europas Krise eine Chance
Bis Ungarn Zweifel an der eigenen Zahlungsfähigkeit äußerte, wurde dem Euro die Schuld an der Krise gegeben. Doch die europäische Krise könnte auch eine Chance für Europa sein, meint der Ökonom Pedro Lains in der Wirtschaftszeitung Jornal de Negócios: "Die Finanzkrise stört die europäische Integration und deckt die Aufteilungen innerhalb des Kontinents auf. Diese sollten aber bestehen bleiben, denn sie gehören zum Kulturerbe. Viele haben schon versucht, sie zu überwinden. Aber niemand hat es geschafft, selbst mit Blutbädern nicht. Genial wäre es, diese Aufteilungen in eine Verständigungsplattform zu verwandeln. Das wäre sicherlich eine schwierige Aufgabe, aber wesentlich einfacher als das, was vor 50 Jahren von Deutschland, Frankreich und den anderen Gründungsstaaten der EWG vollbracht wurde. Deutschland hat in der Zwischenzeit seine Wünsche geändert, was die Lösung nicht vereinfacht. Aber Europa ist genau das: eine Union von verschiedenen Interessen. Es liegt an uns [Europäern], auf diese Union zu bestehen. Denn die europäische Vielfalt gut zu kennen ist wahrscheinlich eine der besten Waffen."
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