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Lánczi, András


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In der europäischen Presseschau wurden bisher 3 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.


Heti Válasz - Ungarn | 09.05.2012

Ungarns Flat Tax fördert Leistung

Seit die rechtskonservative Regierung unter Viktor Orbán 2011 eine einheitliche Einkommensteuer in Höhe von 16 Prozent eingeführt hat, reißt die Diskussion über das Für und Wider nicht ab. Der Philosoph András Lánczi bricht in der regierungsnahen konservativen Wochenzeitung Heti Válasz eine Lanze für die Flat Tax: "Es vergeht kein Tag, an dem wir nicht hören, dass die von der Regierung eingeführte Einheitssteuer für die wirtschaftliche Misere des Landes verantwortlich sei: 'Die Flat Tax hat ein Loch ins Budget gerissen', heißt es. Auf den ersten Blick haben wir es mit einer wirtschaftspolitischen Frage zu tun. Bei näherem Hinsehen handelt es sich aber ebenso um eine moralische und also politische Frage. ... Ein Staat muss entscheiden: Will er die Leistung und das Verdienst des Einzelnen oder eine gerechte Umverteilung in den Vordergrund stellen? Mit der 16-prozentigen Einheitssteuer hat sich die Regierung für das Prinzip der Leistung entschieden."

Heti Válasz - Ungarn | 18.11.2011

András Lánczi sieht die EU ins Chaos stürzen

Die EU ist außerstande, in der aktuellen Krise ihren eigenen politischen Grundsätzen zu folgen, was den radikalen Parteien in Europa zu Gute kommt, befürchtet der Philosoph András Lánczi in der konservativen Wochenzeitung Heti Válasz: "Es gelingt der EU nicht, politische Führung, wirtschaftliche Freiheit und Gerechtigkeit in Einklang zu bringen. Politische Führung ist dann effizient, wenn alle Entscheidungsträger wissen, welche Ziele von allen Beteiligten geteilt werden. Wirtschaftliche Freiheit wiederum schafft neue wirtschaftliche Unterschiede, die vom Euro nicht ausgeglichen werden können. Die Stärkeren sind mit dem Euro eindeutig besser gefahren als die Schwächeren. So ist es schwierig, von Gerechtigkeit zu sprechen, für die eine politische Gemeinschaft die unerlässliche Voraussetzung wäre. Die EU indes kann nicht als solche bezeichnet werden, weil sie sich aus Nationalstaaten zusammensetzt. ... Während es tunlichst vermieden wird, die nationale Souveränität der Staaten in Frage zu stellen, bastelt Brüssel an einem föderativen Staat. ... Vor diesem Hintergrund ist ein politisches Chaos vorprogrammiert. ... Dies wiederum dürfte den radikalen Kräften in Europa Vorschub leisten."

Heti Válasz - Ungarn | 21.11.2008

András Lánczi über den Wandel der politische Kultur in Europa

In der konservativen Wochenzeitung Heti Válasz reflektiert der Philosoph András Lánczi über den Niedergang und die Verlotterung der politischen Kultur in Europa. "Heute sagen wir nicht mehr 'Guten Tag', sondern 'Schönen Tag', was freilich ein Anglizismus ist, der von einem blasierten Snobismus herrührt. Zugleich drückt er aber auch eine Denkweise aus: Wir tauschen moralische Begriffe gegen pragmatische Begriffe aus, welche Positionen und Verhältnisse beschreiben. Um es verständlicher auszudrücken: An einem Tag kann der Mensch Kommunist, Liberaler oder Anarchist sein, am nächsten Tag kann er aber schon wieder das Gegenteil von sich behaupten. ... Früher wurde jemand bestraft, weil er gegen die moralischen und rechtlichen Regeln der Gemeinschaft verstoßen hat. Heute wird er dafür bestraft, dass er an einer moralischen Urteilsfindung festhält. Wir sprechen hier von zwei Sprachen. In Wirklichkeit hat sich die Sprache der politischen Eliten gespalten, deshalb können sie sich im wahrsten Sinne des Wortes nicht mehr verstehen. Die wechselseitige Missgunst tut ihr übriges. Sie entscheidet darüber, welche Interpretation gegenüber den [politischen] Feinden angewandt wird. Der europäischen Kultur lag einst eine moralische Weltordnung zugrunde. Haltungen wie Vertrauen, Treue, Aufrichtigkeit, Ehre, Scham und Großzügigkeit sind ins Hintertreffen geraten. Stattdessen können wir heute unter dem Anstrich der 'Toleranz' ein machtpolitisch orientiertes, verlogenes Denken und eine arrogante, skrupellose Verfolgung der Interessen beobachten."

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