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Lendvai, Ferenc L.
ungarischer Philosoph
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 4 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Ferenc Lendvai sieht in Europa keinen Platz für die Burka
In Frankreich und Belgien ist es seit diesem Jahr gesetzlich verboten, in der Öffentlichkeit eine Vollverschleierung zu tragen. Auch die Niederlande und Spanien erwägen, ein Burka-Verbot einzuführen. Der Philosoph Ferenc L. Lendvai argumentiert auf dem linken Meinungsportal Galamus, dass in einer multikulturellen Gesellschaft die Toleranz bei der Burka aufhört: "Das Prinzip des Multikulturalismus ist in einem entsprechenden Rahmen durchaus lebensfähig. Dieser Rahmen muss jedoch so beschaffen sein, dass die Identität der Gesellschaft, der Kultur und der Bürger eines Gastlandes nicht gefährdet werden. ... Kopftuch und Turban können auf der Straße ohne weiteres getragen werden. Die Verschleierung des Gesichts indes ist ebenso wenig zu tolerieren wie beispielsweise das öffentliche Tragen einer Maske. ... Ein wohlgesinnter und freier Mensch stellt sein Gesicht offen zur Schau. Wer dies nicht tut, ist entweder nicht wohlgesinnt oder nicht frei. ... Es gibt aber auch noch einen quantitativen Aspekt: ... die Zahl der Einwanderer. Sie sind willkommen, solange ihre Zahl die Identität des Gastlandes nicht gefährdet. ... Der Multikulturalismus und die mit ihm einhergehende Toleranz müssen sich also innerhalb rationaler und nüchterner Grenzen bewegen. Die Burka hat innerhalb dieser Grenzen keinen Platz."
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Rumänen-Hass beschert Budapest neue Flagge
Die konservative Mehrheit in der Budapester Stadtversammlung hat jüngst entschieden, das rot-gelb-blaue Banner der Hauptstadt gegen ein weißes mit rot-weiß-grünem Rand auszutauschen, den Nationalfarben. Der Philosoph Ferenc L. Lendvai ortet auf dem linksliberalen Meinungsportal Galamus den Grund für diesen Schritt in der tiefen Abneigung der Budapester Stadtväter gegenüber Rumänien: "Die fieberhafte Manie, althergebrachte Symbole zu verändern, nimmt mittlerweile geisteskranke Züge an. Nun wurde entschieden, die Budapester Stadtfahne zu verändern, nur weil sie dieselben Farben hat wie die rumänische Nationalflagge. Die beiden Fahnen haben freilich überhaupt nichts miteinander zu tun. ... Bei der Budapester Stadtflagge sind die Farben Rot, Gelb und Blau horizontal angelegt, bei der rumänischen Trikolore dagegen sind diese drei Farben vertikal angeordnet. Außerdem ist auf dem Budapester Banner auch das Wappen der Stadt zu sehen. ... Die Entscheidung der Budapester Stadtväter ist also völlig absurd. Aber offenbar hat ihnen ihr Hass gegen Rumänien den Verstand geraubt."
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Keine zweite Stimme für Ungarns Mütter
Im rechtskonservativen Regierungslager Ungarns wird überlegt, Müttern aufgrund ihres Beitrags für die Gesellschaft eine zusätzliche Stimme bei Wahlen zu geben. Der Philosoph Ferenc L. Lendvai tut das auf dem linksliberalen Meinungsportal Galamus als Humbug ab: "Jener Vorschlag, wonach Mütter das Recht auf eine weitere Stimme bekommen sollen, zeugt nicht zuletzt davon, dass diejenigen, die den Vorschlag gemacht haben, mit elementaren politisch-philosophischen Zusammenhängen nicht klarkommen. Die moderne Demokratie organisiert sich gemeinhin nach dem Prinzip, dass die Stimmen der Bürger gleich viel zählen, und zwar völlig unabhängig davon, ob jemand in höherem Maße zur materiellen und geistigen Vermehrung oder dem Bevölkerungszuwachs des Landes beiträgt. … Wenn Mütter eine zusätzliche Stimme erhalten, dann müssten beispielsweise auch große Steuerzahler oder Universitätsprofessoren zu diesem Recht kommen. ... Diejenigen, die mit dem Vorschlag vorgeprescht sind, können also getrost als Personen betrachtet werden, die die Dinge durch einen Schleier der Unwissenheit sehen."
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"Zigeunerkriminalität" bleibt Unwort
Die rechtsradikale Partei Jobbik ist jüngst mit der Idee vorgeprescht, die Leugnung der "Zigeunerkriminalität" unter Strafe zu stellen, genau so wie die Leugnung des Holocaust und der Verbrechen des Kommunismus. Der Philosoph Ferenc L. Lendvai erläutert auf dem linken Meinungsportal Galamus, warum der Begriff ein Unwort ist: "Diese Partei und ihre Sympathisanten sind schon seit langem beleidigt, weil der Begriff 'Zigeunerkriminalität' in der Öffentlichkeit nicht salonfähig ist. Warum ist der Begriff denn nicht salonfähig? Für sich betrachtet könnte er durchaus eine gängige Bezeichnung ... für ein Phänomen sein. Sinngemäß hat er eigentlich zwei Bedeutungen. Erstens: Er bezeichnet die im Kreis der Roma vorkommende Kriminalität. ... Zweitens: Er bezieht sich auf jenes Segment krimineller Vergehen, die zum großen Teil von Roma begangen werden. ... Nur dass die ursprüngliche Bedeutung der Wörter häufig verdreht wird, genaugenommen wenn Missbrauch mit ihnen getrieben wird. Ebendies ist das Problem mit dem Wort 'Zigeunerkriminalität'. Es ist dermaßen zu einer rassistischen Losung verkommen, dass man sich davor hütet, es zu benutzen, selbst wenn man dies ohne rassistischen Hintergedanken und gutwillig tut."
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