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Leroux, Camille
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Uno lässt Syrer im Stich
Der UN-Sicherheitsrat hat am Mittwochabend die Gewalt des syrischen Regimes gegen die aufständische Bevölkerung verurteilt, aber keine Resolution verabschiedet. Er verschont also Syriens Präsident Baschar al-Assad und lässt das unterdrückte Volk im Stich, kritisiert die linksliberale Tageszeitung Le Quotidien: "Der libysche Präzedenzfall sitzt den Mitgliedern des UN-Sicherheitsrats noch im Nacken und scheint jegliche Initiative zum Scheitern zu verdammen. Baschar al-Assad erfreut sich einer wachsenden Unterstützung in der arabischen Welt. Er ist vor allem Garant für eine sehr bedingte Stabilität der Region und ein wertvoller Vermittler gegenüber dem jähzornigen Iran. Der syrische Präsident spielt diese Karte sehr ausgiebig, indem er dem Nahen Osten einen Konflikt zwischen Sunniten und Schiiten verspricht, falls sein Regime fällt. ... Erneut schaden die Machtspiele der Bevölkerung. Die Syrer können lange auf die internationale Gemeinschaft warten. Sie müssen sich daran gewöhnen, allein zu kämpfen."
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Schweizer Banken gegen Diktatoren
In der Schweiz ist am Dienstag ein neues Gesetz in Kraft getreten, das die Regeln zum Umgang mit den Vermögen von Diktatoren deutlich verschärft. Bislang bunkerten viele Machthaber ihre schmutzigen Millionen auf Schweizer Konten, weshalb die linksliberale Tageszeitung Le Quotidien die Initiative begrüßt: "Niemand vergisst die wohlwollende Neutralität der Schweiz sowohl gegenüber den Opfern des Nationalsozialismus als auch gegenüber ihren Henkern. Aber das Land bemüht sich darum, sein Image reinzuwaschen, und hat in den vergangenen fünfzehn Jahren bereits über eine Milliarde Euro zurückerstattet. Die Schweiz hat jetzt einen Schritt gemacht, gegen den sich andere noch sträuben. Und sie bemüht sich, ihr Image als Insel des Friedens und der finanziellen Sicherheitsgarantie für unberechtigt erworbenes Kapital loszuwerden. Auch wenn den Diktatoren zahlreiche andere Steuerparadiese für die Unterbringung ihres Gelds zur Verfügung stehen, so verschwindet nun ein Schandfleck aus dem Herzen Europas."
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Südsudans schmerzhafter Weg
Das seit Sonntag laufende Referendum über die Unabhängigkeit des Südsudans wird von blutigen Kämpfen überschattet, bei denen am Montag 36 Menschen starben. Die Unabhängigkeit zu erlangen ist der Tageszeitung Le Quotidien zufolge ebenso schwierig wie die Zeit danach: "Die seit Beginn des Referendums gezeigte Freude wurde von neuen Ausschreitungen überdeckt, die daran erinnern, dass es dem Nordsudan noch schwer fällt die Abtrennung zu schlucken. Doch die Unabhängigkeit wird nicht alles regeln. ... In Zukunft wird der neue Staat Südsudan frei sein, aber auch Schwierigkeiten haben. Selbst wenn es dem Land genug Wasser, Ackerland und Vieh hat, selbst wenn es auf seine Ölreserven zählen kann, um Begehrlichkeiten bei ausländischen Investoren zu wecken, so muss alles andere noch aufgebaut werden. ... Infrastruktur, Gesundheitssystem, Verwaltung, Ausbildung der Führungskräfte: viele Baustellen, deren Verwirklichung kaum weniger Zeit als die Erlangung der Unabhängigkeit selbst erfordern werden."
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Separatisten verschärfen Krise in Belgien
Ein Interview des Parteichefs der flämischen separatistischen Partei N-VA, Bart De Wever, mit dem deutschen Nachrichtenmagazin Der Spiegel hat in Belgien heftige Reaktionen hervorgerufen. Der Politiker bezeichnete Belgien als den "kranken Mann Europas". Ein weiterer Schlag gegen den schlingernden Bundesstaat, meint die linksliberale Tageszeitung Le Quotidien: "Er benutzt also die Redewendung, die den Niedergang des Osmanischen Reichs bezeichnet, das in weniger als einem Jahrhundert sowohl Griechenland als auch den Balkan verlor, bevor es endgültig unterging. Was für eine verhängnisvolle Analogie. Je mehr Zeit vergeht, desto weiter holt der Flame bei seinen Angriffen gegen den Bundesstaat aus, wie er seit seiner Gründung 1830 besteht. ... Monat für Monat führt der N-VA-Chef sein Werk fort, das darin besteht, die Einheit Belgiens zu untergraben."
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EU kritisiert Ratingagenturen zu Recht
Die EU-Kommission hat in dieser Woche vorgeschlagen, dass eine neue europäische Aufsichtsbehörde die Geschäfte der Ratingagenturen überwachen soll. Diese tragen klar eine Mitschuld an der Krise, meint die Tageszeitung Le Quotidien: "Es ist kein Zufall, dass mit dem Finger auf die Agenturen gezeigt wird. Sie haben wahrscheinlich die Augen vor der Zeitbombe verschlossen, die die 'Subprimes' darstellten. ... Sie haben Griechenland plötzlich herabgestuft und den Verdacht auf Spanien und Portugal gelenkt. Um sich gegen das Schadenspotenzial der Ratingagenturen zu wappnen, schlagen manche vor, das Übel bei der Wurzel zu packen - zumindest, was die Staaten angeht. [Luxemburgs Premier] Jean-Claude Juncker und [Ökonom] Jacques Attali sind sich über einen Vorschlag einig, der die europäische Haushaltspolitik in der Eurozone effizienter machen könnte: die Ausgabe europäischer Staatsobligationen. Die Idee … könnte zu einem Zeitpunkt konkret werden, da Europa sich vor Spekulanten schützen muss."
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