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Leto, Alessandro
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Treibhausgase und Spekulation Grund für Misere
Mit der Emission von Treibhausgasen und der Spekulation auf Lebensmittelpreise hat die Welt die Dürrekatastrophen sowie die explodierenden Getreidepreise selbst verursacht, meint die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino. Ein Verbot von Biosprit sei das Mindeste, was man zum Ausgleich tun sollte: "Neben dem versäumten Klimaschutz ist die Katastrophe noch auf eine Reihe weiterer Fälle menschlichen Versagens zurückzuführen. ... Etwa die Verwandlung landwirtschaftlicher Produkte in Finanzprodukte, wodurch das Gesetz von Angebot und Nachfrage außer Kraft tritt. Heute ist das an der Börse gehandelte Volumen von Transaktionen im Agrarbereich im Schnitt 46 Mal so hoch wie die tatsächliche Produktion. Das ist heller Wahn. Und als ob dies nicht reichen würde, wächst auch noch der Konsum an Biosprit, der voreilig als umweltfreundlich verkauft wird. Ein stetig wachsender Teil der weltweiten Landwirtschaftsproduktion verpufft wortwörtlich. Er wird von unseren Verbrennungsmotoren gefressen, was zwar die Emission umweltschädlicher Stoffe verringern mag, dabei aber den Hunger in der Welt vermehrt."
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Rückschlag für das Weltklima
Die Bemühungen zum Aufbau eines Fonds zur Bekämpfung des Klimawandels und seiner Folgen haben einen Rückschlag erlitten. Eine Handvoll Staaten blockierte auf der UN-Klimakonferenz in Durban die Einrichtung des sogenannten Green Climate Fund. Der gesamte Gipfel wird scheitern, befürchtet die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Die Vertreter der einzelnen Nationen sind aus den jeweiligen Hauptstädten mit leeren Händen angereist und vor allem mit der festen Überzeugung, dass die multilaterale Ära auch im Bereich der Umwelt zu Ende geht. Schon die Tagesordnung zeugt von geringem Ehrgeiz, denn sie konzentriert sich auf die umstrittene Verlängerung des Kyoto-Protokolls, das 2012 abläuft. Galt das nicht längst als gescheitert? Punkt zwei betraf die undurchführbare Forderung, 100 Milliarden US-Dollar in einen grünen Fonds für umweltfreundliche Technologien zu investieren. ... Zudem ist die Aufmerksamkeit der Medien eher dürftig. Die Klimakonferenz wird von einer Reihe von Problemen in den Schatten gestellt, die zu unrecht als dringender erachtet werden."
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Westen lässt Afrika verhungern
Die Vereinten Nationen haben für Teile Somalias offiziell eine Hungersnot ausgerufen. Die Katastrophe wurde durch Spekulation mit Lebensmitteln ausgelöst, meint die liberale Tageszeitung Corriere del Ticino: "Der einst aufmerksame Westen ist in eine inzwischen chronische Krise verstrickt und scheint nicht einmal mehr auf Hilferufe zu reagieren. Die Außenpolitik verhält sich derzeit gefährlich ohnmächtig und ihre Schwäche hat das Ausufern der Spekulation und folglich die Verschlimmerung der Situation zugelassen. Eine Spekulation, die nicht einmal die biologischen Funktionen des Menschen verschont und ein wahres Ungeheuer hervorgebracht hat: Das Pokern mit Nahrungsmittelpreisen. Seit geraumer Zeit fordern die Vereinten Nationen ein Moratorium für Spekulationen mit Nahrungsmitteln und seit drei Jahren setzen die G8 und die G20 diese Idee immer wieder auf ihre Tagesordnung. Doch konkret unternommen haben sie bislang nichts. Heute aktiv das Problem Afrikas in Angriff zu nehmen, ist auch in unserem Interesse, um zu vermeiden, dass wir morgen die Folgen tragen müssen."
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Römer begreifen Gaddafis Extravaganzen nicht
Die liberale Schweizer Tageszeitung Corriere del Ticino kommentiert den Besuch des libyschen Staatschefs Muammar al-Gaddafi in Rom und die Reaktion der Römer auf seine Extravaganzen - wie etwa seine Übernachtung in einem Zelt: "Von seiner Landung an hat der libysche Oberst ... ganz Rom durchquert, um sein geliebtes Zelt zu erreichen. ... In einem öffentlichen Park zu schlafen ist eine Extravaganz, die waschechte Römer einfach nicht begreifen. Deshalb haben sie die Gegend um den Park mit 'No camping'-Schildern tapeziert. ... Aber die eigentliche Frage, die sich die Römer stellen, ist, warum man bei solchen Gelegenheiten einen Sicherheitsapparat auffährt, der die Stadt zum sichersten Ort der Welt macht, um, kaum ist der Besuch vorbei, wieder zu einer Normalität zurückzukehren, die ebenfalls von beunruhigenden Fragen der täglichen Sicherheit charakterisiert ist? ... Die Römer harren mit sympathischer und gefasster Ironie der nächsten Extravaganz Gaddafis, den sie halb im Scherz gebeten haben, sein Zelt den vom Erdbeben Betroffenen in Aquila überlassen."
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Alessandro Leto über die gefährliche Toleranz gegenüber Diktaturen
Alessandro Leto warnt in der Tageszeitung Corriere del Ticino den Westen vor Nachsichtigkeit mit repressiven Regierungen. "Die wesentlichen Voraussetzungen des freien und zivilen Lebens werden nicht nur dort negiert, wo die Bevölkerung unter dem Joch des totalitären Stiefels explizierter Diktaturen steht, wie im Fall von Nordkorea oder Myanmar, sondern auch in all den Ländern, wo in Folge bestimmter Faktoren Gruppen mit oft militärischer Herkunft die Macht übernommen und wesentliche Veränderungen, auch verfassungsmäßiger Natur, durchgesetzt haben, um ihre Permanenz in der Regierung zu sichern. ... Mir scheint der Zeitpunkt gekommen, gewisse politische Grundunterscheidungen als nicht länger aufschiebbar zu erachten. Nicht nur, weil der Unterschied zwischen bösen und tolerierbaren Diktaturen gefährlich ist, sondern auch, weil unsere Sicherheit - nicht nur die wirtschaftliche, sondern auch die militärische - in Zukunft eben genau von denen in Frage gestellt werden kann, die eine totalitäre und despotische politische Vision vertreten. ... Es ist betrüblich, dass anlässlich der Feierlichkeiten der Menschenrechtserklärung weder die USA noch Europa die Gelegenheit ergriffen haben, zu unterstreichen, dass die Menschenrechte fortan immer mehr ein diskriminierendes Element in den internationalen Beziehungen sein müssen. Je nachsichtiger wir gegenüber Diktatoren sind, desto mehr geben wir ihnen die Möglichkeit, zu unserem Schaden zu wachsen."
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