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Maisano, Leonardo
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In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Cameron trickst schottische Nationalisten aus
Im Streit um die Unabhängigkeit Schottlands ist der britische Premier David Cameron in die Offensive gegangen. Sein Kabinett hat am Montag beschlossen, dass innerhalb der nächsten 18 Monate ein bindendes Ja-Nein-Referendum dazu abgehalten werden soll. Der Schachzug von Cameron ist geschickt, analysiert die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Die Abstimmung soll den schottischen Nationalisten den Wind aus den Segeln nehmen. Die Schottische Nationalpartei (SNP) wollte ein nicht bindendes Referendum 2014 abhalten. Es fiele mit dem 700. Jahrestag des Siegs der Schotten über die Engländer in der Schlacht von Bannockburn zusammen und sollte den Patriotismus der Schotten wachrütteln. … In Wahrheit zieht die große Mehrheit der Schotten es jedoch vor, im Schoss der Union und unter der Krone der Windsors zu bleiben. Die SNP weiß das, und mit dem Referendum beabsichtigte die Partei nur, die ohnehin schon deutlichen Vorteile der schottischen Sonderstellung noch zu vergrößern. Um diesen Bluff aufzudecken, pokert Cameron hoch. In der Hoffnung, es handelt sich wirklich um einen Bluff."
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Versöhnung nutzt auch der Wirtschaft
Der Besuch der britischen Königin Elizabeth II. in Irland steht im Zeichen der Versöhnung, die nicht nur politisch, sondern vor allem wirtschaftlich bedeutsam ist, schreibt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "Der Verlauf des Besuchs wird unvermeidlich von den Spannungen und den Tragödien bestimmt werden, welche die beiden Nationen erlebt haben. ... War das vergangene Jahrhundert von der Spaltung geprägt, stehen die vergangenen Jahre im Zeichen einer wiedergefundenen Harmonie. Die von der Kreditklemme ausgelöste Wirtschaftskrise hat London und Dublin dazu gebracht, gemeinsame Wege zu gehen. … (England zahlt einen niedrigeren Preis, auch dank der Abwertung des Pfunds. Irland hingegen zahlt den hohen Preis der internationalen Hilfen, eine Demütigung für das Land, das sich brüstete der keltische Tiger zu sein.) In der seit 1922 schwersten Rezession hat auch London Dublin mit einem Kredit von 3,23 Milliarden Pfund [3,7 Milliarden Euro] unter die Arme gegriffen. … Denn Irland ist für London ein Sonderfall, gehen doch 15 Prozent der irischen Exporte in das Reich der Königin."
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Cameron hofiert Ankara
Der britische Premierminister David Cameron hat bei seinem Türkeibesuch am Dienstag kritisiert, dass einige Länder Vorbehalte gegen einen EU-Beitritt der Türkei haben. Das ist ein offener Angriff gegen Deutschland und Frankreich, meint die Wirtschaftzeitung Il Sole 24 Ore: "Mehr noch als eine Übung in Öffentlichkeitsarbeit mutet die Performance von David Cameron wie eine Bodybuilding-Show an, um die Herzen der Türken zu wärmen. ... Die Annäherung an Ankara war politischer Natur und berührte mit dem EU-Beitritt den wunden Punkt der türkischen Auslandsbeziehungen. Der britische Premier bestätigte die traditionelle angelsächsische Linie und bekräftigte seine Unterstützung für das Projekt. ... Seine Kritik an Ländern, die 'den Beitritt durch Vorurteile gegenüber dem Islam und einer protektionistischen Vision ... behindern', bezog sich zwar nicht direkt auf Paris und Berlin, aber es ist bekannt, dass sie die schärfsten Gegner eines EU-Beitritts der Türkei sind."
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David Cameron überwindet Clegg-Schock
Wenige Tage vor der britischen Unterhauswahl am 6. Mai zeichnet sich für Premierminister Gordon Brown und seine Labour-Partei immer deutlicher eine Niederlage ab. Der konservative Parteichef David Cameron geht in Führung, nachdem sein überraschend erfolgreicher Konkurrent Nick Clegg von den Liberaldemokraten in der Wählergunst wieder sinkt, schreibt die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "'Für mich bildet nur der Himmel eine Grenze', ruft Nick Clegg seinen Wählern zu. Tatsächlich bestehen die Schranken für ihn jedoch aus dem schwankenden und konfusen Willen der Bürger, die das plötzliche Auftauchen eines dritten Konkurrenten überrumpelt hat. ... Mit seinem unerwarteten und energischen Auftritt ist es Nick Clegg gelungen, die Karten neu zu mischen. Vor allem weil er David Cameron unvorbereitet traf, der sich seit Wochen als Sieger wähnte. Nun scheint sich der Tory-Führer jedoch vom Überraschungseffekt erholt und die Orientierung wiedergefunden zu haben."
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Haushaltsdefizit prägt Wahlkampf
Der britische Wahlkampf dreht sich hauptsächlich um das Haushaltsdefizit des Landes, meint die Wirtschaftszeitung Il Sole 24 Ore: "In Großbritannien bleiben Wahlversprechen Verpflichtungen, die die Opposition über die gesamte Legislaturperiode hinweg einfordern wird. Und der Weg, der von der schwersten Wirtschaftskrise seit 1929 vorgegeben ist, lässt wenig Spielraum für Abweichungen: Brown und sein möglicher Nachfolger, der Parteivorsitzende der Konservativen David Cameron, fordern sich auf dem Seil heraus. Sie tanzen über den Abgründen eines Haushaltsdefizits von zwölf Prozent des Bruttoinlandsprodukts. ... In das Duell hat sich der Chef der Liberaldemokraten Nick Clegg eingeschaltet, der nicht müde wird mitzuteilen, dass auch er am Wettstreit um Downing Street teilnimmt. Und nicht nur virtuell scheint er den Umfragen nach das Zünglein an der Waage zu sein."
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