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Manow, Philip


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Süddeutsche Zeitung - Deutschland | 31.03.2008

Philip Manow über die Rolle des Körpers in der Politik

Der Politologe Philip Manow stellt am Beispiel von Frankreichs Präsident Nicolas Sarkozy fest, dass die heutige Demokratie keineswegs so "entpersonalisiert" oder "entkörperlicht" ist, wie gemeinhin angenommen. "Daher bleibt das Private auch in unseren vorgeblich aufgeklärten Zeiten politisch, in denen wirtschaftliche Wechsellagen und das wechselnde Liebesglück des Herrschers nicht mehr so umstandslos kurzgeschlossen werden wie etwa noch am Vorabend der französischen Revolution, als Missernten mit der Impotenz Louis XVI. in fragloser Verbindung zu stehen schienen... Keiner weiß das besser als Nicolas Sarkozy selber. Die Leibwächter, die seine ständigen Begleiter während des Präsidentschaftswahlkampfs waren, hatten vor allem die Aufgabe, ihn so abzuschirmen, dass Fotografen keine Bilder von seinen Schuhen mit den erhöhten Absätzen machen konnten. Sie schützen nicht den leiblichen Körper Sarkozys vor physischen Übergriffen, sondern seinen politischen Körper vor der medialen Verletzung seines öffentlichen Bildes."

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