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Marjanovič, Teodor
In der europäischen Presseschau wurden bisher 5 Artikel dieses Autors/ dieser Autorin zitiert.
Obama will es nochmal wissen
US-Präsident Barack Obama hat am Montag angekündigt, für eine zweite Amtszeit zu kandidieren. Bis dahin muss er aber noch einiges tun, meint die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes: "Jeder US-Präsident möchte zwei Amtszeiten regieren, wie ihm das die Verfassung erlaubt. Die USA haben sich aber in den Jahren seit den jüngsten Wahlen verändert, und dass keineswegs komplett nach den Vorstellungen Obamas. ... Der Präsident hat viel von seinem ursprünglichen Zauber eingebüßt. Dafür gibt es umso mehr unangenehme Fragen an den Präsidenten. Was will er mit der Gesundheitsreform machen, was mit dem nicht enden wollenden Militäreinsatz in Afghanistan, oder mit dem noch immer nicht geschlossenen Gefängnis in Guantanamo? Aber vielleicht findet der Präsident ein Rezept, dies alles zu klären und seinen verblassenden Glanz zu polieren. Genug Zeit hat er, die Wahlen stehen erst in eineinhalb Jahren an."
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Nur Ausdruck der Frustration
US-Präsident Barack Obama hat seinen General Stanley McChrystal zu unrecht entlassen, kritisiert die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes: "Damit verlässt der Mann die Szenerie, der den Krieg in Afghanistan mit einer neuen, hoffnungsvollen Vision geführt hat. Er vermochte es, den Kugeln auszuweichen und den Feind auf dem Feld zu töten, ohne mit der Wimper zu zucken. Er konnte seinen Untergebenen zuhören und aus dem lernen, was er hörte. Vor allem aber gelang es ihm, eine Strategie zu konzipieren, die auf der Verteidigung der großen Städte fußt und die als einzige Möglichkeit angesehen wird, den nun schon acht Jahre dauernden Krieg der Verbündeten in Afghanistan zu gewinnen. ... McChrystal hat nichts gesagt, was den Endruck hätte erwecken können, dass er an Obamas persönlichem Willen zweifelt, den Konflikt zu gewinnen. Seine Äußerungen waren nur ein Ausdruck seiner Frustration über die Politik in Washington."
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Papst soll seine Muttersprache nicht meiden
Papst Benedikt XVI. will bei seinem bevorstehenden Besuch in Tschechien seine Muttersprache Deutsch meiden, um angesichts der traurigen Geschichtskapitel zwischen beiden Völkern keine negativen Reaktionen zu provozieren. Die liberale Tageszeitung Mladá Fronta Dnes hält diese Vorsicht für übertrieben: "Der Papst hätte sich dazu nicht überreden lassen sollen. Die Gewitter zwischen Tschechen und Deutschen sind abgezogen. ... Der Papst ist ein Deutscher, in seinem Ausweis steht Joseph Ratzinger, und zu seinen Messen kommen sehr viele ältere Menschen, die besser Deutsch als Englisch sprechen. Auch in Israel, wo die Sprache Goethes manchen verschreckt, sprechen deutsche Politiker in ihrer Muttersprache. Der Präsident [Horst Köhler] und die Bundeskanzlerin [Angela Merkel] taten dies sogar vor dem Parlament. Die Mehrheit der Abgeordneten blieb im Saal und applaudierte. Der Papst hatte die Chance, mit seinem Deutsch zu bekräftigen, dass die bösen Zeiten vorbei sind. Er hat diese Chance vertan."
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Wer kümmert sich in Prag um Michelle Obama?
Der bevorstehende Prag-Besuch des neuen US-Präsidenten Barack Obama stürzt die Gastgeber in Verlegenheit, schreibt die liberale Tageszeitung Mladá fronta Dnes. Es stelle sich nämlich die Frage, wer dabei Gastgeberin für die First Lady der USA, Michelle Obama, sein wird: "Gastgeber wird Premier Mirek Topolánek. Allein, denn er lebt nicht mehr mit seiner Frau zusammen, obwohl er nicht von ihr geschieden ist, und sie begleitet ihn auch nicht bei offiziellen Aktionen. Im Grunde hat der Premier jetzt zwei Möglichkeiten. Er könnte allein bleiben wie beim Besuch von George W. Bush und dessen Ehefrau Laura 2007. Ideal war das aber nicht. Die zweite Lösung: Der Premier begrüßt das amerikanische Präsidentenpaar mit seiner derzeitigen Lebenspartnerin, der stellvertretenden Parlamentspräsidentin Lucie Talmanová, an seiner Seite. Dazu rät auch der anerkannte Protokoll-Experte und frühere Sprecher von Václav Havel, Ladislav Špaček: 'Als Präsident Sarkozy geschieden und mit Carla Bruni liiert war, fuhren beide auch gemeinsam ins Ausland.'"
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US-Radar in Tschechien
Die amerikanische Außenministerin Condoleezza Rice unterzeichnet heute in Prag den Vertrag über die Stationierung einer Radarstation in Tschechien für den US-Raketenschild. Rund 60 Prozent der Tschechen sind gegen das Projekt, was die liberale Tageszeitung Mlada fronta Dnes bedauert: "Schauen wir nach Deutschland, das pazifistisch eingestellt ist, und wo Antiamerikanismus zum guten Ton gehört. Dennoch ruft dort niemand nach einer Schließung der amerikanischen Stützpunkte, weil diese auch deutsche Arbeitsplätze schaffen. So wird es auch in Tschechien kommen. ...Was kann zudem mehr im tschechischen Interesse liegen, als eine Verteidigungsfähigkeit, die uns die Amerikaner kostenlos bieten?"
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